Griechenland
Athen stellt Ultimatum für Anleihentausch

Die Griechen machen Druck auf die Banken: Bis zum 9. September müssen sie entscheiden, ob sie sich an der Umschuldung beteiligen. Dann zeigt sich, ob eine Quote von 90 Prozent zusammenkommt - oder die Aktion scheitert.
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BerlinGriechenland drückt bei der Beteiligung der Banken am zweiten Hilfspaket für seinen hochverschuldeten Haushalt aufs Tempo. Die Regierung in Athen forderte alle Gläubigerinstitute auf, bis zum 09. September zu entscheiden, ob und in welcher Form sie sich an der Umschuldung von Staatsanleihen beteiligen wollen. Das geht aus einem Reuters am Montag vorliegenden Brief von Finanzminister Evangelos Venizelos an die Banken hervor. Die Bundesregierung erwartet, dass auch die stark in Hellas-Bonds engagierten Bad Banks der Hypo Real Estate und der WestLB mitmachen. Ihre Zusage steht aber bisher aus.

Vergangene Woche hatte die griechische Regierung gedroht, ihr Umtauschangebot an die Banken zurückzuziehen, wenn diese nicht mindestens 90 Prozent der in Frage kommenden Anleihen in neue Papiere einwechseln. Die Transaktion ist Kernbestandteil des im Juli von den EU-Staat vereinbarten zweiten Hilfspakets über 150 Milliarden Euro. Bisher liegt die Quote nach Angaben des internationale Bankenverbands IIF bei 60 bis 70 Prozent.

Griechenland will Bonds im Volumen von mindestens 135 Milliarden Euro tauschen oder verlängern und dadurch Zinsen sparen. Insgesamt laufen bis 2020 Papiere im Wert von rund 150 Milliarden Euro aus. Die Institute müssen mit dem Schritt zwar auf Einnahmen verzichten, gewinnen aber ein Mehr an Sicherheit.

In dem Brief an die Banken schlägt die Regierung vier Optionen vor. Das vertrauliche Schreiben soll in den kommenden Tagen die deutsche Bankenaufsicht BaFin an die hiesigen Geldinstitute
verschicken.


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Kritische Rolle der deutschen Bad Banks

Kommentare zu " Griechenland: Athen stellt Ultimatum für Anleihentausch"

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  • für griechenland gibts eigentlich nur geld gegen gold GGG ganz einfach
    Gruß Helmi

  • Mit Griechen und Italienern gibt es noch richtig Stress. Auch beim Privatisierungsprogramm mauern die Griechen. Bis heute ist noch keine Staatsimmobilie oder ein Statsunternehmen zur Privatisierung aufgeboten. Die stehen auf dem Standpunkt, 50 Mia - Erlös seien illusorisch, max 10-15 Mia. realistisch. Für 20 -25 % des Zielerlöses geben sie nichts ab. Den drei Kontrolleuren der EU will man lt. NZZ eine entsprechende Note bei ihrem Besuch in den nächsten Tagen überreichen (nächstes Ultimatum).
    Tremonti, Italiens Fianzminister, hat am Wochendende wieder vehement die schnelle Einführung von Eurobonds gefordert. Gleichzeitig D-Land wegen dessen Weigerung ins Gewissen geredet:" Wir würden Spanien und Italien ihrem Schicksaal überlassen." und Soldarität eingefordert:
    "Deutschland muss klar sein, dass es in die hilfsbedürftigen EU - Länder mehr exportiert als nach China."

    Mit Eurobonds könnte er sich weiter zu niedrigen Zinsen mit Geld eindecken und müßte nicht den Staatsfuhrpark für Polikerautos von 1 Mia. € jährlich kürzen (was er bisher erfolglos versucht). Die künstlich verbilligte Verschuldung will er also mit Eurobonds aufrechterhalten. Da sind wir an des Pudels Kern: Eurobonds führen unweigerlich zu moral hazard, weil deren Einführung in keinster Weise Verhaltenänderungen bewirkt. Mag der Geist
    noch so willig sein, faules Fleisch bleibt faules Fleisch.
    Da helfen auch Strafkataloge nix. Die Südländer sitzen am längeren Hebel: Sie drohen einfach mit der Exportlastigkeit Deutschlands: Euro kaputt, deutscher Export kaputt, sowohl durch zusammenbrechende EU - Märkte als auch durch Aufwertungsdruck einer wie auch immer bezeichneten neuen DM /Euro 2 - Teilwährung. Aus diesem Dilemma werden die Südländer D-Land nicht entlassen. Deshalb n i e Eurobonds!!! Obwohl 1.8 Bio. € Italienschulden im Falle einer Italien - Insolvenz Deutschland und andere noch gesunde Länder mit in den Ruin reißen werden.

  • Wir sind das Volk! Wir wollen Mitbestimmung! Wir wollen unsere Demokratie zurück! Aufhören!

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