Griechenland
Athens Finanzminister kommt nach Deutschland

Am Mittwoch trifft Griechenlands neuer Finanzminister Yanis Varoufakis EZB-Vertreter in Frankfurt – am Donnerstag steht dann ein Besuch bei Bundesfinanzminister Schäuble auf der Agenda. Die Grundstimmung ist skeptisch.
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London/ParisGriechenlands neuer Finanzminister Yanis Varoufakis kommt noch diese Woche nach Deutschland, um seine Pläne zum Umgang mit den Schulden des Krisenstaates zu diskutieren. Wegen der Geldnöte der griechischen Banken will er am Mittwoch bereits EZB-Präsident Mario Draghi treffen, am Donnerstag dann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Im Vorfeld rückte Varoufakis bereits von der Forderung ab, Griechenland müssten weitere Schulden erlassen werden. Es sollen nun neue Konditionen für die Verbindlichkeiten des südeuropäischen Landes ausgehandelt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte dies zunächst nicht bewerten. Die Aktienmärkte reagierten mit starken Kursgewinnen.

Die neue Links-Regierung in Athen ist angetreten, um die aus ihrer Sicht zu strenge Sparpolitik zu beenden. Die Zusammenarbeit mit der sogenannten Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hat Griechenland bereits für beendet erklärt. Sie überwacht die Reform-Fortschritte, die Athen im Gegenzug für milliardenschwere Hilfen zugesagt hat.

Griechenland sucht nun nach Verbündeten, um den Kurswechsel in Europa durchzusetzen. Frankreich will sich in diesem Zusammenhang allerdings nicht gegen Deutschland in Stellung bringen. „Es kommt überhaupt nicht in Frage, ein Euro-Land gegen ein anderes auszuspielen“, sagte der französische Finanzminister Michel Sapin in einem Reuters-Interview. Beide Länder gehören zu den größten Geldgebern Griechenlands.

An den europäischen Aktienmärkten hofften Investoren auf eine Einigung im Schuldenstreit. Der Leitindex der Athener Börse legte um über elf Prozent zu, der griechische Banken-Index sogar um mehr als 18 Prozent. In Frankfurt kletterte der Dax fast bis auf 11.000 Punkte.

Die Zuversicht überlagerte auch die anhaltenden Probleme in Griechenland. So soll Varoufakis einem Zeitungsbericht zufolge die EU um eine Anhebung der kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten über sogenannte T-Bills gebeten haben. Zudem haben drei griechische Banken Insidern zufolge begonnen, Notfall-Hilfen der nationalen Notenbank von gut zwei Milliarden Euro zu nutzen. Die Geldhäuser leiden unter massiven Geldabflüssen.

Finanzminister Varoufakis und der neue Regierungschef Alexis Tsipras setzten unterdessen ihre Tour durch europäische Hauptstände fort und machten am Dienstag in Rom halt. Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan unterstrich nach einer Unterredung mit Varoufakis, die Wachstumsförderung über Strukturreformen müsse in Griechenland oberste Priorität haben, um die Schuldenlast von 315 Milliarden Euro tragfähig zu machen.

Frankreichs Finanzminister Sapin, der den griechischen Politiker am Sonntag getroffen hatte, forderte die Regierung in Athen auf, ihren Partnern entgegenzukommen. „Die EZB und die europäischen Partner können nichts geben, wenn sie im Gegenzug nicht auch etwas bekommen.“ Einen „Freifahrtsschein“ werde Athen nicht erhalten.

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Skeptisch beäugtes Umschuldungsmodell

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  • Varoufakis bei Schäuble - "Wir sind uns noch nicht einmal einig, uneinig zu sein"
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    Die beiden Finanzminister Yanis Varoufakis aus Griechenland und Wolfgang Schäuble aus Deutschland sind zwei Pole in Europa. Nun sitzen sie in Berlin zwar nach einem Gespräch auf der Pressekonferenz nebeneinander - und sind doch sehr weit voneinander entfernt. Schäuble sagt: "Wir sind uns einig, uneinig zu sein." Varoufakis widerspricht: "Wir sind uns noch nicht einmal einig, uneinig zu sein." Inhaltlich hat sich nach dem "offenen und intensiven" Gespräch also nichts bewegt: Deutschland steht für Einhaltung der Vereinbarungen aus dem aktuellen Sparprogramm - Griechenland wendet sich entschieden dagegen und will sich mit einer Überbrückungsregelung Zeit verschaffen, bis eine Lösung gefunden ist.

    [color=#dc1266]Ein wenig Einigkeit finden Schäuble und Varoufakis dann doch: Beide sehen sich als Europäer, die aus der Geschichte gelernt haben und sich für ein gemeinsames Europa einsetzen.[/Color]

  • Im Gegensatz zur EZB,bedarf das neue Griechenland-Paket der Einstimmigkeit.Dazu besitzt Deutschland im Europäischen Rat,sowie im Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) Vetorecht!Das hatte sich Deutschland nach den Erfahrungen in der EZB in die Verträge schreiben lassen.Ela Kredite können nur an nicht im Ramsch geratete Länder ausgegeben werden,außer man ist im Rettungspaket,was aber am 28.02.2015 ausläuft.Fazit:Endlich ist Deutschland am Zug!Beim OMT 2012,beim ABS 2014,beim QE 2014 wurde Deutschland in der EZB überstimmt.Nun endlich können wir an Griechenland ein Exempel statuieren,um uns an der Südzone angemessen zu revanchieren!Da kann Juncker nichts machen,da kann Draghi nichts machen,da kann Hollande und Renzi nichts machen!Jetzt sind wir am Zug!

  • >> Athens Finanzminister kommt nach Deutschland >>

    Mir hen aba nix mehr..............................................................................................!

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