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Griechenland: Auch das zweite Hilfspaket reicht nicht

Bei der Lösung der griechischen Schuldenprobleme konzentrieren sich die Euro-Partner zunächst darauf, das finanzielle Überleben des Staates bis 2014 zu sichern. Laut Troika reicht auch das zweite Hilfsprogramm nicht aus.

Deutschland, die EU und Griechenland: Noch ist unklar, wie die Schuldenprobleme der Griechen gelöst werden können. Quelle: dpa
Deutschland, die EU und Griechenland: Noch ist unklar, wie die Schuldenprobleme der Griechen gelöst werden können. Quelle: dpa

BerlinEs bestehe Konsens darüber, das laufende Hilfsprogramm wieder auf Kurs zu bringen, sagte die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums, Marianne Kothe, am Freitag in Berlin. „Und dieses Programm läuft bis 2014, und darum geht es im Augenblick“, erläuterte sie. Eine Lösung zur Deckung der Finanzlücke werde eine Mischung aus verschiedenen Maßnahmen sein. Auch um Zinsen könnte es dabei gehen.

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Die Gefahr, dass sich der Internationale Währungsfonds angesichts von Meinungsverschiedenheiten mit den Europäern aus dem Griechenland-Hilfsprogramm zurückziehen könnte, sieht die Bundesregierung nach eigener Darstellung nicht. „Ich kenne keine Drohung des IWF, sich aus dem Programm zurückzuziehen“, sagte Kothe. Vielmehr gelte, dass sich alle Beteiligten um eine Lösung bemühten.

Noch fehlt nach Angaben von Vize-Regierungssprecher Georg Streiter allerdings der vollständige Griechenland-Bericht der Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission, der Grundlage der Entscheidungen sein soll. Wann dieser eingehe, wisse man noch nicht, sagte Kothe.

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Am Dienstag treffen sich die Euro-Finanzminister zu einer Sondersitzung, um bei der Frage von Hilfen zur Lösung der Finanzprobleme Griechenlands voranzukommen. Bislang gibt es allerdings unterschiedliche Positionen gerade auch zwischen IWF und Euro-Gruppe, insbesondere was die Frage der Schuldentragfähigkeit für Griechenland angeht.

Griechenland kann nur mit Geld aus dem Ausland vor der Pleite bewahrt werden. Nach Einschätzung der Troika reicht auch das zweite Hilfsprogramm nicht aus. Weitgehende Einigkeit besteht inzwischen darüber, Griechenland für die Sanierung des Haushaltes zwei Jahre mehr Zeit zu geben. Länder wie Deutschland lehnen es aber bislang ab, auf einen Teil der Milliardenkredite zu verzichten. Diesen Schuldenschnitt öffentlicher Gläubiger hatte der IWF angeregt.

 

  • 17.11.2012, 19:07 UhrDelinix

    @hagadi
    Genauso ist es. Allerdings ist die Fehlentwicklung EURO in Griechenland auf ganz besonders fruchtbaren Boden gefallen. DAS hätten unsere sauberen EU-Entscheider allerdings sehr gut VORHER wissen können.

  • 16.11.2012, 18:26 Uhrhagadi

    Es ist nicht die Schuld der Griechen, das Europa von Schwachköpfen regiert wird. Die Gemeinschaftswährung EURO hat Europa ins Chaos geführt.
    Solange weiterhin am Erhalt des EURO herumgedoktert wird, gibt es keine Rettung für Europas differenzierte Länder- u. somit Wirtschaftszonen. Der EURO ist die Pestbeule Europas. Vorwärts in die Währungsvergangenheit vor dem EURO muss daher die Devise lauten. Milliardenschwere wirtschaftliche Schäden sind Europa bereits dadurch entstanden, daß man in dieser Richtung nicht gehandelt hat.
    Die politisch Verantwortlichen begehen ein Verbrechen am europäischen Volk, indem sie stur ihre Schuldenpolitik fortführen. Es werden nachhaltig ganze Wirtschafts- u. Sozialsysteme zerstört durch ihre unverantwortliche Handlungsweise.


  • 16.11.2012, 17:24 UhrMazi

    Es kann doch darnicht reichen.

    Wurde uns nicht erklärt, dass mit den Hilfspaketen lediglich Zeit erkauft werden sollte. Von einer Lösung hat doch keiner der Politiker gesprochen.

    Man sollte ihre Diäten und Pensionen in Griechenlandbonds auszahlen. Dann wüssten sie über was sie entscheiden. So trifft es nur den kleinen Bürger hier und dort.

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