Griechenland

Bürger räumen ihre Konten

Der Schuldenstreit zwischen Athen und den EU-Partnern geht in die entscheidende Runde. Angesichts der Ungewissheit über den Verbleib in der Euro-Zone räumen die Bürger ihre Konten. Das erinnert an die Zypern-Krise 2013.
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Binnen zwei Tagen wurden in Griechenland mehr als eine Milliarde Euro abgehoben. Quelle: Reuters
Griechen stürmen Banken

Binnen zwei Tagen wurden in Griechenland mehr als eine Milliarde Euro abgehoben.

(Foto: Reuters)

AthenAngesichts der Ungewissheit über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone räumen die Bürger verstärkt ihre Konten. Binnen zwei Tagen seien mehr als eine Milliarde Euro abgehoben worden, verlautete am Freitag aus Bankenkreisen.

Die Abflüsse von jeweils mehr als 500 Millionen Euro am Mittwoch und Donnerstag seien einem langen Wochenende vorausgegangen. Am Montag ist in Griechenland ein Feiertag.

Offenbar hätten sich die Sparer daran erinnert, dass in Zypern 2013 in einer ähnlich heiklen Lage an einem langen Wochenende Kapitalverkehrskontrollen eingeführt worden seien, hieß es weiter.

Wie einst das später vom Ausland vor der Pleite gerettete Zypern leidet auch das klamme Griechenland unter einer Kapitalflucht: Im Januar waren schätzungsweise rund zwölf Milliarden Euro aus dem System abgeflossen.

Kapitalverkehrskontrollen gelten als ein Mittel, um das zu stoppen. Griechenland will mit seinen europäischen Partnern eine Verlängerung seiner Ende des Monats auslaufenden Kredithilfen aushandeln, stößt dabei aber auf Widerstand der Geldgeber.

  • rtr
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