Griechenland EU und IWF fordern härtere Auflagen

Dem tief in die roten Zahlen gerutschten Griechenland drohen härtere Sparauflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU). In der kommenden Woche nehmen Vertreter von IWF, EU und der Europäischen Zentralbank (EZB) vor Ort die Fortschritte Griechenlands auf seinem Sanierungskurs unter die Lupe.
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Griechenland muss mehr tun - nicht zuletzt für einen stabilen Euro. Quelle: dpa

Griechenland muss mehr tun - nicht zuletzt für einen stabilen Euro.

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HB ATHEN. Doch die Misere in dem Euro-Land am Mittelmeer hatte sich zuletzt als noch größer erwiesen als bisher angenommen: Regierungskreisen zufolge steuert Griechenland 2010 auf ein Haushaltsdefizit von 9,3 Prozent der Wirtschaftsleistung zu und verfehlt damit das Ziel von 7,8 Prozent. Das nationale Statistikamt werde zudem das Minus von 2009 nach oben korrigieren: auf 15,5 von 13,8 Prozent.

Die schlechteren Zahlen reichen Experten zufolge zwar nicht aus, um Griechenland die Milliardenhilfen zu entziehen. Doch es gilt als praktisch sicher, dass IWF und EU der Regierung in Athen einen noch strikteren Sparkurs verordnen. Aus Kreisen von Euro-Zonen-Vertretern verlautete, bei den Zahlen herrsche ein gewisses Durcheinander. Es müsse überprüft werden, wie die Griechen den Kurs korrigieren könnten und ihr Defizit bis 2014 unter drei Prozent drücken können. Dieses Ziel hatten IWF und EU mit Griechenland verordnet, das im Gegenzug auf Hilfskredite in Höhe von 110 Mrd. Euro zurückgreifen kann. Doch der Sanierungskurs hemmt die Konjunktur.

"Griechenland gerät jetzt unter großen Druck, noch viel drakonischere Sparanstrengungen einzuleiten", sagte Volkswirt Ben May von Capital Economics. Gikas Hardouvelis, Ökonom bei der EFG Eurobank, äußerte sich ähnlich: Bei den Regierungsausgaben müsse der Rotstift angesetzt werden und der Steuerhinterziehung müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Analyst Chris Pryce von Fitch Ratings zeigte sich versöhnlicher: Natürlich sei es enttäuschend, dass Griechenland sein Ziel von 7,8 Prozent verfehlt habe. Es sei damit aber nicht völlig gescheitert. "Die Defizitreduzierung um fünf bis sechs Prozentpunkte ist immer noch eine Leistung, auf die Regierung mit Stolz verweisen kann.

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