Griechenland
Finanzminister erkennt Hoffnungsschimmer

Das wirtschaftlich angeschlagene Griechenland sieht auf seinem Reformweg Licht am Ende des Tunnels und macht den europäischen Nachbarn Mut. Finanzminister Giorgos Papakonstantinou erkennt „ermutigende Anzeichen“ bei in die Zukunft weisenden Wirtschaftsindikatoren und bekräftigt den harten Reformkurs.
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HB BERLIN. Bislang ging die Regierung des Euro-Landes davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um vier Prozent einbrechen wird. Diese düstere Prognose dürfte sich nach den Worten Papakonstantinous aber nicht bewahrheiten: „Wir hoffen, dass es besser wird als die minus Vier“, sagte der Finanzminister. Eine konkrete Zahl nannte er allerdings nicht, sagte er am Donnerstag vor Journalisten in Berlin.

Berichte über hohe Einnahmeausfälle des griechischen Staates wies der Minister als „sehr stark übertrieben“ zurück. Zudem schnalle der Staat den Gürtel enger. „Wir sind daher zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen“, sagte Papakonstantinou. Die Regierung in Athen sei fest entschlossen, sich trotz aller Widerstände im Land nicht vom Reformweg abbringen zu lassen. „Wir sind mitten auf einer schwierigen Wegstrecke, doch wir werden diesen Weg weiterverfolgen.“

Im Gegenzug für das 110 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich das hoch verschuldete Mittelmeerland verpflichtet, einen harten Sparkurs zu fahren. Die Fortschritte werden regelmäßig überprüft.

Trotz der eingeleiteten Reformen bewerteten die Kapitalmärkte die mit der griechischen Schuldenkrise verbundenen Risiken noch immer zu hoch, beklagte der Finanzminister. Er sei jedoch optimistisch, dass die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen mit der Zeit nachgeben. Entscheidend sei, dass die Investoren Vertrauen in die Reformen fassten. Sein Land werde auch weiterhin an den Märkten kurzlaufende Gelder aufnehmen. „Die letzte Emission lief ziemlich gut“, sagte der Minister. Eine Emission mit einer längeren Laufzeit werde es „irgendwann im nächsten Jahr geben“.

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