Griechenland
Gewerkschaften drohen mit Chaos

In Griechenland hagelt es wieder Sparmaßnahmen. Erstmals seit 1911 sollen auch Beamte entlassen werden. Die Gewerkschaften gehen auf die Barrikaden.
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AthenDer Schock sitzt tief. Im Kampf gegen die Staatsschulden macht die Regierung jetzt auch vor Tabus nicht mehr Halt: Tausende Stellen im Staatsdienst sollen gestrichen werden. Die Rede ist von 30.000 Beamten, die gehen sollen. „Wer ist dran?“, fragt sich praktisch jeder, der sich bisher mit dem Arbeitgeber Staat sicher wähnte. Eine klare Antwort dazu gibt es nicht. „Wir wollen feststellen, wieviele Staatsbedienstete überflüssig sind“, ist die rätselhafte Antwort des Regierungssprechers Ilias Mosialos.

Die Liste der neuen Maßnahmen ist lang. Löhne im staatlichen Bereich sollen abermals um 20 Prozent gekürzt werden. Der Steuerfreibetrag wird zum zweiten Mal binnen wenigen Monaten von zunächst 12.0000 auf 8.000 Euro jetzt auf 5.000 Euro gesenkt, wie der Regierungssprecher bekanntgab. Zuvor hatte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos seine Landsleute auf neue noch schlimmere Maßnahmen vorbereitet. „Und die werden schmerzhaft sein“, sagte er im Parlament. Vorrangig sei aber, das Land zu retten. Die Lage sei „kritisch“ und könnte „ausarten wie in Argentinien vor einigen Jahren“, sagte Venizelos am Donnerstag nach einem Treffen mit dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias.

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