Griechenland-Hilfe Notenbanken geben weniger

Zur Rettung Griechenlands haben die europäischen Notenbanken versprochen, ihre Anleihenerlöse an Athen abzugeben. Doch nun wollen sie dabei zunächst Kosten verrechnen. Die Differenz bliebe auch an Deutschland hängen.
Update: 29.11.2012 - 02:14 Uhr 37 Kommentare
Die Notenbanken sollen Gewinne aus griechischen Anleihen an Athen abgeben. Quelle: dpa

Die Notenbanken sollen Gewinne aus griechischen Anleihen an Athen abgeben.

(Foto: dpa)

BerlinDie europäischen Notenbanken werden einem Pressebericht zufolge weniger zu den Hilfen für Griechenland beitragen als bisher bekannt. Zwar bleibe es dabei, dass die Banken ihre Erlöse aus dem Erwerb griechischer Staatsanleihen an Athen abtreten, doch würden ihre Einnahmen in Höhe von etwa zehn Milliarden Euro zuvor mit einer Reihe von Kosten verrechnet, berichtete die "Süddeutsche Zeitung".

Dadurch dürfte der Gewinn am Ende um ein bis zwei Milliarden Euro niedriger ausfallen. Allein auf den Haushalt von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kommen damit Mehrbelastungen von bis zu 500 Millionen Euro zu, schrieb die "SZ".

Die Notenbanken der Euro-Zone hatten seit dem Frühjahr 2010 griechische Anleihen im Nominalwert von geschätzt 50 Milliarden Euro aufgekauft, dafür wegen des vorangegangenen Kursverfalls aber deutlich weniger bezahlt. Sobald die Titel fällig werden, ergibt sich somit ein Erlös. Um an der Krise nicht noch zu verdienen, hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am Montag zugestimmt, die Gewinne an Griechenland abzutreten.

Allerdings hatten die Notenbanken parallel zu den Anleihekäufen an anderer Stelle Liquidität aus den Finanzmärkten abgesaugt, um eine Inflation zu verhindern. Dazu musste sie den Geschäftsbanken Zinsen bieten, die sonst nicht angefallen wären. Diese Zinskosten wollen sie nun mit ihren Anleihegewinnen verrechnen.

Dem "SZ"-Bericht zufolge schütten sie erst danach die Erlöse an ihre jeweiligen Regierungen aus, die das Geld wiederum nach Athen weiterreichen. Da die Euro-Finanzminister Griechenland aber die vollen zehn Milliarden Euro versprochen haben, müssen sie die Differenz aus ihren eigenen nationalen Haushalten begleichen. Schäuble etwa hat 2,7 Milliarden Euro über mehrere Jahre zugesagt, wird von der Bundesbank aber womöglich nur etwa 2,2 Milliarden erhalten.

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37 Kommentare zu "Griechenland-Hilfe: Notenbanken geben weniger - Staaten müssen einspringen"

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  • @Vicario
    "Dann könnte man eine Art EWG wiederaufbauen"
    Davon rede ich doch. Die EU muss umgewandelt werden, dann brauchen wir nicht auszutreten.

  • @ Delinix

    Ihre Ideen sind goldrichtig, da kann ich nur zustimmen ! Das Internet sollten wir nutzen, um die Nomenklatura zu beseitigen, das ist die abslut primäre Aufgabe ! Und Ihre Aktivität in dieser Hinsicht ist ja auch beispielaft !
    Aber die vernünftige Endlösung sehe ich nur im Austritt aus der EU ( ein EU-Staat ist eine Utopie, die Europa ins Unglück stürzt ). Und wenn Deutschland austritt, fällt das Kartenhäuschen zusammen ! Dann könnte man eine Art EWG wiederaufbauen, die wirklich allen Europäern nützt und die Völker nicht gegenseitig aufhetzt.

    Die heutige EU wird auch von den Franzosen dominiert, die sehr chauvinistisch veranlagt sind und mit denen wir wegen ihrer egoistischen Haltung nichts erreichen !

    Das muß ganz einfach weg, sonst ruinieren wir wegen Finanztransfers unser eigenes Land.

  • @Vicario
    Ich sag ja - das geht ganz sicher viel besser und billiger ohne diesen Wahnsinns-Verwaltungsapparat in Brüssel. Dass es EINFACH ist, habe ich nicht gesagt. Aber wir müssen damit beginnen. Wir müssen Verbündete suchen, durch Aktionen z.B. Wenn erstmal der Anfang gefunden ist, wird eine Lawine ins Rollen kommen.
    Wir sind ja nicht die Einzigen, die die Nase voll von dieser EU-Politik haben.
    Facebook ist sicher ein guter Anfang. Und es gibt auch die sog. Online-Demos, die sehr öffentlichkeits-wirksam sind. Wenn z.B. zu einer bestimmten Stunde die Webseite des Finanzministeriums durch häufiges Anklicken lahmgelegt wird, gleich danach möglichst viele Strom-Sicherungen ausgeschaltet werden UND den Medien der Sinn der Sache zugespielt wird ("wir sind mit der Euro-Rettungspolitik nicht einverstanden, wir wollen diese neue GR-Hilfe nicht"), dann dürfte so etwas sicher auch beachtet werden. Und die nächste Aktion - nach dieser - wird dann einfacher und wird mehr Zulauf bekommen.
    Ist nur eine Idee.
    Haben Sie eine bessere?

  • @ Delinix

    Delinix, es ist alles richtig, was Sie schreiben, aber :

    die EU ist heute auf 30.000 Beamte aufgeblasen, die für unnütz unsere Steuergelder verbraten. Die üppigen Gehälter mit 16.000 € mtl. + Zulagen,
    Rentenansprüche mit 4.500 € mtl. für ein Parasitäres Dasein in Brüssel,
    1 Mrd. € Ausgaben für Dolmetschereien wegen unqualifizierten Beamtenvertretern ohne Sprachkenntnisse,
    9 Mrd € Mehrbelastung von Deutschland im Länderausgleich

    Tendenz steigend bei Aufnahme weiterer Bettelländer in Europa !

    Wie wollen Sie das beseitigen und bereinigen...?

    Das ist schon lange nicht mehr mein Europa ( Schauen sie sich doch die Pfeifen Schulzes, Barosos, Flunkers, etc an, da wir es Ihnen doch schlecht ! )
    Die EU müßte total reformiert und auf Koordinationsaufgaben, wie früher, vor dem Mauerfall, ausgerichtet werden, dan wäre dieser Laden für die Bürger der EU wieder nützlich...jetzt ist es nur ein Belastungsmonster, der Steuergelder seiner Bürger verbrät !!!!

  • @Vicario
    Nur den EURO müssen wir loswerden. In der EU sollten wir bleiben. Weshalb sollten wir da austreten? Das macht doch keinen Sinn! Es gibt doch auch andere Länder, die innerhalb der EU sind, aber ohne den Euro. Denen geht es wunderbar.
    Ich sehe überhaupt nicht ein, dass wir das Feld KOMPLETT räumen sollen, bloß weil es so viele stümperhafte und vor allem korrupte Entscheidungen zum EURO gegeben hat! Es wäre viel sinnvoller, die EU so zu verändern, dass wir uns alle darin wieder finden können, als NATIONEN, die friedlich miteinander wirtschaften. Das geht ganz sicher viel besser und billiger ohne diesen Wahnsinns-Verwaltungsapparat in Brüssel. Und die Stimmrechte müssen ebenfalls neu verteilt werden. Pro Bürger 1 Stimme.
    Wir brauchen wieder MEHR Kontrolle über unsere Politiker und nicht WENIGER Europa!
    Kürzere Amtszeiten, Rotationsprinzip, deutlich weniger Befugnisse... es gibt tausend Möglichkeiten, die Macht der Politiker so zu beschneiden, dass sie wieder zu UNSEREN Vertretern werden und nicht zu den Vertretern der Interessen anderer. Das müssen wir nur WOLLEN. Die Ägypter machen uns das gerade vor, wie es gehen könnte.
    Wir vergessen nämlich immer wieder, dass WIR das Volk sind.

  • @ Delinix

    Hier ein kleiner Beitrag von mir zur Niedersachsenwahl aus einem anderen Forum :

    Das Land Niedersachsen hat über Deutschland in der jungsten Geschichte viel Unheil angerichtet :

    - Schröder mit Agenda 2010

    - Wulf mit Bakschisch und Fakelaki

    - Gabriel mit Dummheit

    - Rößler mit Unfähigkeit

    - Im kommen ist noch ein Schottenrock

    Es wäre angebracht, dass man bei der Niedersachsenwahl ein Exempel statuiert in Sachen Wiedergutmachung, d.h. Abwahl der kompletten Nomenklaturaparteien !!!!

    Die Freien Wähler sind auf jeden Fall besser als alle Nomenklaturaparteien und sehr gut wählbar !
    Meine Enscheidung fälle ich aber erst im September : mit 100 % Sicherheit ist es nicht die Nomenklatura !
    Mit dem Märchen der EU von früher bin ich einvertstanden. Mit der Utopie von der heutigen EU samt korrumpierten Europarlament und Beamtenauswüchse auf keinen Fall : und da wir das nicht beseitigen können ( schon wegen der Repräsentanz der Schmarotzer aus anderen Länder ) sollten wir aus diesem Verein austreten ! Eine andere Lösung fällt mir nicht ein.

  • @Vicario
    1. „…mache hier aber keine Parteienwerbung…“

    Das wäre in diesem Fall keine Parteienwerbung, sondern die reine Notwehr! Also WERBEN Sie!! :)
    Wie Sie sehen, gibt es immer noch eine Menge Leute, die ratlos sind und noch nicht wissen, dass sie den etablierten Block-Parteien sogar schon bei der Niedersachsen-Wahl (ggfs.) einen ordentlichen Denkzettel verpassen können und auf diese Weise auch noch sehr wirksam für die Popularität dieser kleinen, aber tüchtigen Partei „Freie Wähler“ (dahinter steht die Wahlalternative 2013) sorgen können.

    2. Ich zitiere Sie: „Die EU ist und bleibt ein utopisches Märchen, dass man schleunigst beenden sollte“.

    Das ist kein Märchen und es muss auch nicht utopisch sein. Wir waren doch schon auf dem Weg dorthin, VOR dem Euro. Die Völker waren neugierig aufeinander und freundlich zueinander. Man begegnete sich mit Respekt. Und jetzt? Seitdem der ECU durch den unreifen Euro abgelöst wurde, herrscht Chaos und Streit. Das sind die Tretminen, die unsere Euro-Einführer offenbar unwissentlich gelegt haben und die jetzt – eine nach der anderen – hoch gehen. Der Euro hat irreparable Geburtsfehler und muss weg. Die EU soll bleiben, sie nützt uns allen und ist gut für den Frieden.

    @Euroaustritt-Deutschland
    Bitte lesen sie meinen Kommentar ein kleines Stück weiter oben und informieren Sie sich auf der Webseite der Wahlalternative 2013 www.wahlalternative2013.de und der Seite der Freien Wähler www.freiewaehler.eu.
    Machen Sie sich klar, was angerichtet wird, wenn sich keiner der Euro-Rettungsgegner zu irgendeinem Engagement aufraffen kann und wählen Sie bei der nächsten BT-Wahl richtig.:)

  • @Baerchen
    Tut mir leid – ich war eine Zeitlang nicht online…

    Man kann leider keiner dieser von Vicario genannten Kleinparteien über die 5%-Hürde helfen, wenn sich alle Euro-Rettungsgegner aufsplitten.
    Deshalb ist es WICHTIG, sich auf eine einzige Partei zu EINIGEN, die dann die Chance hat, in den Bundestag gewählt zu werden.
    Diese Partei sollte die Partei „Freie Wähler“ sein. Denn sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Rettungspolitik zu beenden. Und hinter ihr steht die ganze Kraft der Wahlalternative 2013.
    Es haben sich eine Menge namhafter Personen angeschlossen. Nicht alle werden Euch sympathisch sein - mir geht es genauso. Aber mir geht es darum, eine wirkliche Alternative zur jetzigen Politik aufzuzeigen und der Lüge, dies alles sei alternativlos, endlich ein Ende zu bereiten. Außerdem verstehen diese Leute alle etwas vom Fach, es sind also keine Taxifahrer, Grundschullehrer, Dachdecker o.ä.
    Es ist mir daher völlig egal, wofür diese Partei sonst noch eintritt und ob ich dahinter stehe. Ich verzichte also in diesem Fall darauf, die Haare in der Suppe zu suchen. Denn Fehlentscheidungen in der innerdeutschen Politik können immer wieder korrigiert werden – die Euro-Rettungspolitik dagegen NICHT.

    Übrigens tritt diese Partei nicht nur mit ihrer Kritik an. Vielmehr haben sie eine eindrucksvolle Alternative formuliert, die mir auch praktikabel erscheint.
    Ich bin ermutigt, dass es nun etwas in der Wahllandschaft gibt, wofür es sich wirklich einzutreten lohnt. Tragt Euch als Unterstützer ein: www.wahlalternative2013.de

  • @ Euroaustritt-Deutschland

    Die Partei, die meinen Vorstellungen entspricht, muß ich selbs finden ( habe ich auch bereits, mache hier aber keine Parteienwerbung...!).

    Ich bin mir ganz sicher, dass es auch eine Partei, ausser der Nomenklatura, für Sie geben wird. Bis zur Wahl hat es ja auch noch Zeit...bleiben Sie dran ! Sie können ja ihre Wahlentscheidung auch erst im September 13 treffen. Bis dato sollten wir möglichst viele über die korrupte Blockparteien aufklären !!! Dafür ist das Internet sehr gut geeignet, um auch gegen die Propagandamedien ARD/ZDF sich zu positionieren.

  • @ timm11

    Meiner Meinung nach ist weggehen nicht die Lösung. Es ist eine kleine Kapitulation vor dem unfähigen Gesocks.
    Wir sollten wenigstens versuchen, eine Änderung herbeizuführen..?! Unsere Chance ist die Wahl 13.

    Wir erreichen schon viel, wenn wir der Nomenklatura die Schranken weisen, und uns nicht weiter vera.... lassen !!!!!

    Nicht vergessen : wir sind DIE MEHRHEIT !!!

    Ansonsten frohes Schaffen !

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