Griechenland-Hilfen
IWF beteiligt sich vorerst nicht am griechischen Rettungspaket

Der IWF will beim kommenden Rettungspaket für Griechenland nicht mitmachen – zumindest nicht, solange die Griechen die geforderten Reformen nicht akzeptieren. Von den Gläubigern erwartet der Fonds allerdings noch mehr.
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Washington/AthenDer Internationale Währungsfonds (IWF) will sich vorerst nicht an einem dritten Hilfspaket für Griechenland beteiligen. „Der IWF kann nur ein umfassendes Programm unterstützen“, sagte ein Vertreter der Organisation in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. In Athen liefen die Gespräche mit den Gläubigern am Freitag - unter Beteiligung einer IWF-Expertin - aber normal weiter. Regierungschef Tsipras gerät wegen der Spar- und Reformauflagen der Geldgeber inzwischen in seiner eigenen Partei zunehmend unter Druck.

Der IWF meint, für seine Beteiligung an einem dritten Hilfspaket sei eine Kombination aus Reformen von griechischer Seite und einem Schuldennachlass der Gläubiger nötig. Konkret geht um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Viel Zeit hat Athen nicht - Griechenland ist hoch verschuldet und muss bis zum 20. August 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen. Und die Kassen sind leer.

Neu sind diese Vorbehalte des IWF nicht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte schon in dem Antrag an den Bundestag Mitte Juli zur Aufnahme von Verhandlungen mit Athen darauf hingewiesen, dass sich der IWF an einer für Mitte August 2015 geplanten ersten Hilfstranche nicht beteiligen werde. In dem Antrag Schäubles heißt es zudem weiter: „Der IWF hat darüber hinaus seine weitere Beteiligung abhängig gemacht von dem erfolgreichen Abschluss der ersten Programmüberprüfung, die für Herbst 2015 geplant ist, einschließlich der Bestätigung der Schuldentragfähigkeit.“

Internationale Gläubiger-Experten trafen sich am Freitag mit dem griechischen Finanzminister Euklid Tsakalotos und besuchten die Zentralbank in Athen, wie der staatliche Rundfunk berichtete.

Auch innenpolitisch ist die Lage in Griechenland nicht gerade rosig. Ein Sonderparteitag im September soll einen schweren Richtungsstreit innerhalb der Regierungspartei Syriza lösen. Dies beschloss das Zentralkomitee der Partei nach stundenlanger Sitzung am späten Donnerstagabend, wie das staatliche Fernsehen (ERT) berichtete.

Der linke Flügel der Partei von Ministerpräsident Tsipras hatte zuletzt im Parlament zwei Mal gegen Reform- und Sparmaßnahmen gestimmt, die Voraussetzung für weitere Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern über ein neues Hilfspaket waren. Die Vorhaben konnten nur mit den Stimmen der Opposition gebilligt werden.

Tsipras nahm am Freitag seinen Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis in Schutz. Griechenland hatte laut Tsipras nie einen Plan für einen Austritt aus der Eurozone, sei aber für alle Fälle vorbereitet gewesen, sagte er im Parlament. Athen habe sich auf den Fall vorbereiten müssen, dass andere Kräfte in der EU den Euro-Austritt in die Wege leiten würden, sagte er. „Fragen Sie doch die Regierung in Berlin“, fügte er hinzu. „Sie wird Ihnen erklären, was das für ein Plan ist, (von dem Berlin) immer noch sagt, er bleibt auf dem Tisch.“

Tsipras antwortete damit auf eine Anfrage der Sozialisten zu einem angeblichen Plan B von Varoufakis, der zum Austritt Griechenlands aus dem Euro führen könnte. Varoufakis soll der Zeitung „Kathimerini“ zufolge den Ausbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland-Hilfen: IWF beteiligt sich vorerst nicht am griechischen Rettungspaket"

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  • Die Welt tut so als wäre es in der Lage über einen Problem zu stehen.

    Dann wird getagt und vertagt...Zeit wird verschwendet...aber gleichzeitig erwartet man Wunder ?

    Die Europäische Union ist der Bester Beweis für Unfähigkeit !!!

    Wenn der Vulkan in Italien " VESUV " im Monat August 2015 ausbricht...

    würde es das grösster beweis zeigen wie unfähig die EU ist Menschen Leben zu retten.

    Innerhalb der EU gibt es keine Grenzen...doch französische Bauern können sogar ohne bewaffnung die Grenzen sperren und die wirtschaft kontrolieren ?

    Würde sich die NPD in deutschland dieses ebenso machen wie würde dann die ganze welt an deutschland erneut NAZI Zeiten zudichten ?

    Das EUgh ist da im grossen Still mit eine Gesamtklage anzustürmen gegen den Französischen Staat weil es versagt hat und den reibungslosen Grenzverkehr für EU-Ware innerhalb eines EU ohne grenzen nicht aufrecht verteidigen kann.

    Wäre ich Unternehmer und meine Ware würde durch französische Landwirte die weder als Zöllner noch als Grenzbeamter berechtigt sind angehalten und am weiter fahren gehindert wurde ( UNTER DEM BEISEIN VON FRANZÖSISCHE POLIZEI BEAMTE ) dann ist es ein SKANDAL der EUROPÄISCHE UNION !!!!!!

    WOZU NOCH EINEN SO TEUREN EUROPÄISCHEN UNION MIT STEUERGELDER VON 500 MILLIONEN EUROPÄER VERHALTEN ?

  • HBO

    Bringen Sie doch mal endlich ihren "Scheiß" mit dem aktualisierungs-Mist in Ordnung.

    Sobald man eine Seite aufschlägt, rutscht man automatisch auf die Startseite, ohne den aktualisierungs-Button aktiviert zu haben.

    Beim Löschen der User-Beiträge sind sie sehr kreativ, bei Gestaltung von einfachen IT-Sachen versagen sie permanent !



  • >> Der IWF will beim kommenden Rettungspaket für Griechenland nicht mitmachen >>

    Das Mitmachen des IWF's war aber eine unabdingbare Voraussetzung für Merkel und Schäuble zum Dritten Hilfspacket...??

    Was macht denn jetzt die FDJ-Aktivistin mit ihrem "Sparschweinchen im Wägelchen " ??



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