Griechenland: Juncker kritisiert Arbeit der Troika

Griechenland
Juncker kritisiert Arbeit der Troika

Bei den Griechen ist die Troika verhasst. Sie sehen in ihr einen Grund für den wirtschaftlichen Niedergang ihres Landes. Nun hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Fehler bei der Arbeit der Behörden eingeräumt.
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BrüsselEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Arbeit der internationalen Gläubiger-Troika in Griechenland ungewöhnlich deutlich kritisiert. „Man hat wirklich gegen die Würde der Völker verstoßen, gerade in Griechenland“, sagte Juncker am Mittwoch vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, der ein Beratungsgremium der EU ist. „Es hat Fehler gegeben, klar.“ Da er zu der Zeit Chef der Eurogruppe gewesen sei, müsse er sehr selbstkritisch sein. Man müsse aus der Geschichte Lehren ziehen, sagte Juncker.

Der Luxemburger deutete zudem an, für seine Behörde mehr Mitspracherechte einzufordern. „Es müssen Gespräche auf Augenhöhe geführt werden. Minister reden mit Ministern und nicht mit hohen Beamten, sondern dann vielleicht mit EU-Kommissaren.“ Derzeit prüfe er, wie sich die Kommission bei der Arbeit der Troika künftig beteilige.

Die griechische Syriza-Partei, die inzwischen die Regierung stellt, hatte im Wahlkampf jeglicher Zusammenarbeit mit der Troika eine Absage erteilt, die neben der EU-Kommission aus Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank besteht. Bei den Griechen sind die Überprüfungen durch die Troika verhasst, weil sie darin einen Grund für die Sparmaßnahmen sowie den sozialen und wirtschaftlichen Niedergang des Landes sehen. Mittlerweile haben sich die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen darauf geeinigt, nicht mehr von der Troika, sondern von den „Institutionen“ zu sprechen.

Zu den aktuellen Verhandlungen mit Griechenland zur Lösung des Schuldenstreits wollte sich Juncker nicht äußern. Er fühle sich den Griechen verbunden, aber er müsse in Europa auch den Menschen aus Malta oder Zypern zuhören, wo der Mindestlohn niedriger als in Griechenland sei. Juncker hatte sich in den vergangenen Wochen verstärkt um eine Vermittlerrolle zwischen der griechischen Regierung und den anderen Euro-Partnern bemüht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Juncker kritisiert Arbeit der Troika"

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  • Es ist ausgemachte Sache dass Griechenland der Währungsunion erhalten bleibt. Die EU-Kommission und ihren wohlgenährten Beamten kann es völlig egal sein.
    Die Rechnung zahlen Andere. Sie selbst lassen sich später feiern als die "wahren Europäer". Natürlich muss man derartige Entscheidungen (weiterhin Steuergelder zu verschleudern) medial vorbereiten und ganz wichtig für die zahlende Bevölkerung:
    "Ein Schuldiger muss her".

  • Oh gut das der Herr kein Dreck anstecken hat! Es ist so erbärmlich die ganze EU / Euro Sch....

  • So ist`s recht. Gefällt mir, daß all diese Parasiten gegenseitig übereinander herfallen. Hat ja sicher jeder davon ordentlich Dreck am Stecken. So erfährt man sicher immer mehr. Besser wäre noch, alle in einen Sack und ......

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