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Griechenland: Kampf um Papandreou-Nachfolge bei Sozialisten

Nachdem Papandreou die Führung der Pasok-Partei nicht länger übernehmen will, stehen Griechenlands Sozialisten vor dem Neustart: Ex-Bürgerschutzminister Papoutsis und Finanzminister Venizelos stellen sich zur Wahl.

Giorgos Papandreou gibt die Parteiführung ab. Quelle: dpa
Giorgos Papandreou gibt die Parteiführung ab. Quelle: dpa

AthenInmitten der Schuldenkrise ist bei den griechischen Sozialisten ein Kampf um die Führung der Pasok-Partei entbrannt. Bürgerschutzminister Christos Papoutsis trat am Montag von seinem Amt zurück, um als Kandidat für die Nachfolge von Ex-Regierungschef Giorgos Papandreou an der Parteispitze anzutreten. In seinem Rücktrittsschreiben an Regierungschef Lucas Papademos habe der 58-jährige erklärt, dass eine Kandidatur mit dem Status des Ministers nicht zu vereinbaren sei, teilte sein Büro mit. Papoutsis war von 1995 bis 1999 als EU-Energiekommissar in Brüssel tätig.

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Christos Papoutsis ist von seinem Ministerposten zurückgetreten. Quelle: dapd
Christos Papoutsis ist von seinem Ministerposten zurückgetreten. Quelle: dapd

Die Panhellenische Sozialistischen Bewegung (Pasok) will am 18. März einen neuen Parteivorsitzenden wählen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Finanzminister Evangelos Venizelos, obwohl er seine Bewerbung um das Amt bislang nicht offiziell bekanntgegeben hat.

Angesichts desaströser Umfragewerte scheint ein Neustart für die griechischen Sozialisten notwendig: Kamen sie 2009 noch auf 44 Prozent Zustimmung, liegen sie nach Beginn der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Griechenland nun noch bei neun bis 15 Prozent. Vorgezogene Wahlen sollen voraussichtlich Ende April stattfinden.

Der bisherige Pasok-Chef Papandreou, der die griechische Regierung von Oktober 2009 bis vergangenen November anführte, hatte im Januar abgekündigt, auch nicht weiter an der Spitze der Partei stehen zu wollen.

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