Griechenland-Krise Athen fordert erneut Schuldenschnitt

Athen sorgt für Irritationen: Die griechische Regierung fordert erneut einen Schuldenschnitt, zudem will das Land Privatisierungen ohne Absprache mit der Troika abblasen. Die Kehrtwende kommt zu einem heiklen Zeitpunkt.
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Merkel begrüßt Vorschläge - Vanoufakis fordert Schuldenschnitt

Athen/BerlinNur einen Tag nach dem grünen Licht der Euro-Partner für eine Verlängerung des Rettungsprogramms sorgt Griechenland für neue Irritationen bei seinen Gläubigern. So forderte die Regierung in Athen am Mittwoch erneut einen Schuldenschnitt: „Ich spreche über Umschuldungen, die unsere Schuldenlast deutlich senken“, sagte Finanzminister Yanis Varoufakis. Zudem will Griechenland Privatisierungen abblasen, ohne dies mit den als Troika bekannten Kontrolleuren der EU, des IWF und der EZB abzustimmen.

Ihnen hatte Griechenland zugesichert, laufende Bieterverfahren nicht mehr zu stoppen. Die Kehrtwende ist heikel, weil der Bundestag am Freitag einer Verlängerung der Rettungshilfe noch zustimmen muss. Die Bundesregierung mahnte die Einhaltung der Zusagen an und kritisierte Varoufakis scharf.

Wenn aus Griechenland jetzt wieder die Frage eines Schuldenschnitts aufgebracht werde, sei dies „deplatziert und nicht nachvollziehbar“, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Jäger. Es widerspreche den Zusicherungen der Athener Regierung.

Zudem warnte er vor einem Stopp von Privatisierungen. „Falls die griechische Regierung eine solche Absicht hegen sollte, wäre das eng abzustimmen mit der Troika.“ Griechenland könne dies nicht alleine entscheiden. Eine große Zustimmung des Deutschen Bundestages zu der von den Finanzministern der Euro-Gruppe vereinbarten Programmverlängerung um vier Monate steht nach Stimmen aus allen Fraktionen allerdings nicht in Frage.

„Es wird kein Euro vorher bezahlt“
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  • Griechenland hat die ihm eingeräumten Chancen fünf Jahre NICHT genutzt, das Vertrauen der EU schamlos missbraucht. Warum verlängert man das Hilfspaket um vier Monate ? Es ist doch klar, dass in diesen vier Monaten durch das überschuldete Land nichts aber auch schon gar nichts unternommen werden wird, um die "Reformwilligkeit" unter Beweis zu stellen.
    Deshalb: KEINE Verlängerung, statt dessen Geldhahn endgültig und dauerhaft schließen.- Griechenland ist bankrott egal ob mit oder ohne EU-Hilfen. Die geflossenen "Hilfen" sind verloren. Es darf kein "gutes Geld" schlechten Geld hinterher geworfen werden.
    Wann werden die "Verantwortlichen" dies endlich kapieren ?

  • Griechenland hat die ihm eingeräumten Chancen fünf Jahre NICHT genutzt, das Vertrauen der EU schamlos missbraucht. Warum verlängert man das Hilfspaket um vier Monate ? Es ist doch klar, dass in diesen vier Monaten durch das überschuldete Land nichts aber auch schon gar nichts unternommen werden wird, um die "Reformwilligkeit" unter Beweis zu stellen.
    Deshalb: KEINE Verlängerung, statt dessen Geldhahn endgültig und dauerhaft schließen.- Griechenland ist bankrott egal ob mit oder ohne EU-Hilfen. Die geflossenen "Hilfen" sind verloren. Es darf kein "gutes Geld" schlechten Geld hinterher geworfen werden.
    Wann werden die "Verantwortlichen" dies endlich kapieren ?

  • zu: Vanoufakis fordert Schuldenschnitt

  • Schäuble: „JE SUIS ALEXIS TSIPRAS“! Es ist unfassbar, was uns unsere Regierung in Berlin unter dem Deckmantel der "Griechenland-Hilfe" noch alles zumuten will. Solchen Leuten immer weiter Geld zu leihen, ist keine "Hilfe", sondern Beihilfe zum Betrug und vorsätzliche Vernichtung unserer mühsam erarbeiteten Steuern. In der Wirtschaft wäre das strafbare Insolvenzverschleppung, was derzeit in Griechenland abläuft. Die Regierung geht mit unseren Euros um, als wären sie jetzt schon nur noch wertloses Papier! Sie schüttet bedenkenlos unsere Euro-Milliarden in ein Fass ohne Boden. Jeder der 631 Abgeordneten im Bundestag weiß das, aber keiner widerspricht! Dies ist ein merkwürdiges Verständnis ihres Wählerauftrages. Zur sparsamen Verwendung unserer Steuergelder verpflichtete Interessenvertretung sieht anders aus! Aber es geht für die Politiker ja immer nur um das Geld der anderen, das sie straflos verschenken und verschwenden dürfen. Sie werden gleichwohl noch in Saus und Braus leben können, wenn auch unser Staat endlich pleite ist. Jedem, der Steuer-Schulden hat, ist zu raten, beim Finanzamt mit dem Schild anzutreten: „Je suis Alexis Tsipras“! Wenn er aber vermutet, dass er dann ab sofort seine Schulden nicht mehr bezahlen muss, wird er sich sehr wundern, wie schnell der Gerichtsvollzieher und die Steuerfahndung vor seiner Tür stehen. Mit den kleinen Leuten im eigenen Land ist unser Finanzminister Schäuble bei weitem nicht so großzügig und so nachsichtig, wie mit den ausländischen Geldverschwendern. "Pegida" und "AfD" sei Dank, dass sich bei den Leuten endlich Widerspruch gegen eine solche fragwürdige Politik in Berlin regt.

  • Griechenland mit Krampf für Hilfsprogramm
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    Das Parlament in Athen rupfte Ministerpräsident Alexis Tsipras lange, ehe es der Verlängerung des Euro-Hilfsprogramms zustimmte. Freitag räumt der Deutsche Bundestag den letzten Stein aus dem Weg.

    In der Zwischenzeit hat Varoufakis wieder einen Schuldenschnitt gefordert und die Privatisierung in Frage gestellt.
    Das widerspricht natürlich den Ankündigungen aus Griechenland mit denen sie das "Hilfsprogramm" fortsetzen wollen.

    Aber Deutschland wird trotzdem mit großer Mehrheit zustimmen. Sie wissen ja, das Griechenland noch nie eine Vereinbarung eingehalten hat.

  • Ist wirklich jemand davon überzeugt, dass Griechenland die Schulden zurückzahlen kann und dass in die Krise hinein sparen die Lösung ist? Ganz sicher nicht, solange das Geld nicht beim obersten 1% geholt wird! Entweder durch Vermögensabgabe, also die harte Tour, oder durch "Motivation " das Geld wieder in den Umlauf, so dass die übrigen 99% es zurück verdienen können.

  • Herr Curiosokakis, Ihnen ist doch wohl bewußt, wer die Machenschaften eines gewählten "Herrn Varoufakis" bezahlen muß. Wenn Sie die EU treffen wollen, zielen Sie nicht auf die Normalbevölkerung!

  • Hallo die Eu ist keine demokratisch legitimierte Organisation oder Staat.
    Wir muessen uns an unsere Regierung halten.Schaeble und Merkel haben die Verantwortung sonst niemand.

  • @Herr der andere standpunkt

    Was machen Sie dem Handelsblatt den Vorwurf eines verschlagen aussehenden griechischen Finanzministers.
    Was kann das Handelsblatt dafür, dass der griechische Finanzminister verschlagen aussieht?
    Ja selbst der griechische Finanzminister, kann nichts dafür, dass er so verschlagen aussieht,

    Vielleicht kommt er mehr auf seinen Vater oder Großvater ....

  • @ SgH Müller, danke der Nachfrage. zB Financial Times, Zeit, auch der Spiegel berichtet ausgeglichener; dh durchaus kritisch, was die Griechen abgeliefert haben, aber eben auch, dass die Schuld nicht einseitig zugewiesen werden kann. Neben der FT findet man auch unter amerikanischen Zeitungen eine objektivere Berichtserstattung, die sich u.a. darüber wundert, wie sich Europa selbst zerfleischt, anstatt konstruktiv nach Lösungen zu suchen.

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