Griechenland-Krise
Athen will IWF-Zahlung pünktlich leisten

Griechenlands Finanzlage wird immer prekärer. Trotz der leeren Kassen hat Athen am Mittwoch aber fristgemäß 200 Millionen Euro Zinsen an den IWF gezahlt. Schwieriger wird die Schulden-Tilgung, die am 12. Mai fällig ist.
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AthenDas akut von einer Staatspleite bedrohte Griechenland hat sich erfolgreich zum nächsten Zahlungstermin gehangelt. Nach Angaben eines Regierungsvertreters in Athen wurden am Mittwoch fristgerecht Zinsen in Höhe von 200 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überwiesen: „Es ist vollbracht, das Geld ist auf dem Weg.“ Eine weitere Hürde muss das Land am Dienstag nehmen, wenn 750 Millionen Euro für den IWF fällig werden. Am Tag davor wollen die Euro-Finanzminister erneut über einen Ausweg aus dem monatelangen Schuldenstreit beraten. Einem Zeitungsbericht zufolge schlägt die griechische Regierung neue Maßnahmen vor, darunter eine Sondersteuer für die 500 reichsten Familien des Landes.

Die Regierung in Athen ist wegen ihrer leeren Kassen dringend auf weitere Kredite der Geldgeber angewiesen, streitet mit dem IWF und den Euro-Staaten aber über die damit verbundenen Reform-Auflagen. Konkret geht es um 7,2 Milliarden Euro aus dem Ende Juni endenden Hilfsprogramm. Zugleich muss die Regierung Schulden bedienen.

Die „Bild-Zeitung“ berichtete, um weiteres Geld loszueisen, schlage die Regierung den Geldgebern vor, besonders reiche Familien mit einer Sondersteuer zu belasten. Dabei berief sich das Blatt auf eine Reformliste aus dem Finanzministerium in Athen, die bei den Verhandlungen in Brüssel eingereicht worden sei. Zudem solle die Zusatzsteuer angehoben werden, die Beschäftigte mit mehr als 30.000 Euro Jahreseinkommen zahlen müssten. Ferner sei eine Anhebung der Luxussteuer etwa auf teure Autos sowie die Einführung einer Steuer auf Luxusreisen geplant.

Um mehr Ehrlichkeit zu erreichen, sollen „Bild“ zufolge sämtliche Zahlungen oberhalb von 70 Euro nur noch mit EC-Karte möglich und dadurch nachweisbar sein. Zudem wolle die Regierung in Athen die drei Mehrwertsteuersätze zu einem einheitlichen Tarif bündeln.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich am Dienstag skeptisch gezeigt, dass am Montag eine Einigung gelingen wird, dies aber auch nicht ausgeschlossen. Sein griechischer Kollege Yanis Varoufakis sprach dagegen von erheblichen Fortschritten in den vergangenen Tagen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • AKUT? - CHRONISCH!

    Wenn eine frisch gewählte Regierung ihrer Bevölkerung eine Kapitalkontrolle herunter bis auf Beträge, die zur Vorratshaltung für Klopapier ausreichen zumutet, was, so die Frage, würde binnen Jahresfrist aus dieser Regierung werden?

    PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

  • 200 Mio ist ein Fliegensch.................
    liebes HB berichten Sie doch bitte mal, was aus der Lagarde Liste und den 200 Schwarzkonten bei Schweizer Banken geworden ist?

    Still ruht der See, oder anders, die Schublade von Herrn Tsirpas bleibt zu..................

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