Griechenland-Krise

Troika-Chef widerspricht Ökonomen

Der Chef der EU-Taskforce für Griechenland will das Land ohne harten Schuldenschnitt zum Wachstum zurückführen. Dabei zählt er auf deutsche Unterstützung - nicht zuletzt die Stromkunden könnten draufzahlen.
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Horst Reichenbach versucht, die griechische Schuldenkrise zu entschärfen. Quelle: dapd

Horst Reichenbach versucht, die griechische Schuldenkrise zu entschärfen.

(Foto: dapd)

Auch Stromkunden in Deutschland müssen damit rechnen, für den Aufbau einer Solarenergieproduktion in Griechenland zu Kasse gebeten zu werden. Das sagte der Chef der EU-Taskforce für Griechenland, Horst Reichenbach, dem Handelsblatt: „Sonnenergie kann in Griechenland zwar kostengünstiger hergestellt werden als bei uns, ist momentan aber in der Tat noch nicht wettbewerbsfähig.“ Mithin bedürfe sie einer Förderung. Deutsche und griechische Behörden loteten derzeit Möglichkeiten dazu aus. Das könnte eine Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes in Deutschland erforderlich machen.

Horst Reichenbach will auch dafür sorgen, dass die Troika aus EU, EZB und IWF in Athen künftig auf weniger Probleme stoßen wird, wenn es darum geht, die Fortschritte bei der Schuldensenkung Griechenlands zu überprüfen. „Das Troika-Drama, das wir jetzt erleben, darf sich nicht alle drei Monate wiederholen. Das muss reibungsloser ablaufen als dieses Mal. Die Griechen haben das hoffentlich verstanden, und ich will sie dabei unterstützen, ihre Hausaufgaben bis Dezember zu machen“, betonte Reichenbach. „Wenn die Troika im Dezember nach Athen fährt, sollte alles soweit bereit sein, dass sie nur noch ihre Häkchen machen muss.“

Reichenbach rechnet damit, dass die Taskforce der EU mindest zwei bis drei Jahre in Griechenland tätig sein wird. Grundsätzlich ist er davon überzeugt, Griechenland wieder auf den Wachstumspfad zurückführen zu können. Wann das genau sein wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand seriös vorhersagen. Die Ansicht zahlreicher Ökonomen, Griechenland könne nur noch ein harter Schuldenschnitt helfen, teilt er nicht: „Auch Ökonomen können irren.“

Griechische Banken sollen direkt unterstützt werden
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22 Kommentare zu "Griechenland-Krise: "Das Troika-Drama darf sich nicht alle drei Monate wiederholen""

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  • Vorschlag Reichenbach:Solarförderung Griechenlands durch deutsche Stromkunden.Änderung der Erneuerbare Energien-Gesetzes,etc etc.Man muss sich diesem Hochsteuerstaat BRD,der EU und all ihren Anhängseln und Schwachsinnsideen verweigern,und ich rufe alle Selbständigen auf,legal aber wirklich konsequent alle Möglichkeiten des Steuerrechts zu nutzen,um diese blutsaugerischen Systeme möglichst nicht zu peppeln.No more Mr.Niceguy. Ab nach Kanada

  • Unglaublich dummes Geschwätz!
    Unglaublich dummes Arschloch!

  • Schluß mit der Ausplünderung des deutschen Volkes. Für sofortigen Ausstieg aus dem Euro-Wahnsinn. Schluss mit der Verfändung der Zukunft unserer Kinder und Enkel!
    Für sofortige Wieder-Einführung der Mark!

  • ..........................................

    Tja, dann bezahlen wir wohl bald grichische Handwerker Investoren, die chinesische Anlagen auf die Dächer der Griechen schrauben.
    So umgeht man u. A. eine Steuererhöhung in Deutschland und wir zahlen trotzdem alle über die Stromkosten. Tz tz tz ......

  • Wer glaubt eigentlich dieser "Hanswurst"(Reichenbach) das er ist?Was bildet er sich ein über unsere Steuergelder alleine entscheiden zu können!!!Die Griechen selbst geben täglich die Antwort darauf das sie nicht zum sparen bereit sind!Mit unsinnigen Streiks schaden sie dem Land sogar nochmehr.
    Wenn es Gerechtigkeit gäbe sollten alle Streikenden Beamten, Angestellten sofort entlassen werden.
    Sie sollen die schmerzhaften Einschnitte erfahren die wir Deutschen seit Jahren hinnehmen müssen(Rentenalter.....)
    Haben wir etwa gestreikt?Nein,1. sind wir zu flekmatisch und 2. wissen wir das es nicht anders geht.
    Ich hoffe die Politiker werden sich irgendwann noch besinnen und zum "Wohle Deutschlands" nicht zum Wohle der Pleitegeier handeln.

  • Die Troika kann sich die Griechenland-Besuche sparen. Dient sowieso nur der Beruhigung der deutschen Zahler, also eeine reine Schaufensterveranstaltung. Passieren tut nämlich nichts, nur dass Merkel wieder unseren Geldbeutel öffnet.

  • Die Kunst des Koennens liegt bekanntlich im Wollen, nur:
    was Griechenland will, sind LIPPENBEKENNTNISSE und die koennen wir nicht bezahlen.....

  • Ja damals haben die Griechen Sklaven gehabt!
    Jetzt haben die Griechen die Deutschen!

  • Volle Zustimmung. Unsere politisch gekauften Medien machen sich mitschuldig. Die kleinen Fische, die jetzt nur die Nachrichten in obrigkeitshöriger Art verbreiten, werden die sein, die man später für dieses Duckmäusertum abstrafen wird. Haben nichts aus der DDR-Vergangenheit gelernt. Hoffentlich müssen sie dafür teuer bezahlen.

  • Herr Reichenbach reiht sich nahtlos in die Reihe der Politschmarotzer ein. Jetzt nach Jahren der Zuschüsse auch noch die Strompreise zugunsten von Griechenland anheben - das kann auch nur jemanden einfallen, der sein Geld nicht mit Arbeit verdienen muß. Er soll die Rentner bei uns im Land oder Arbeiter fragen, wie sie ihren Lebensunterhalt fristen. Es ist eine Schande, welche gehirnamputierten Deppen inzwischen ungebremst dem Schwachsinn fröhnen dürfen und dabei die Errungenschaften von Jahrzehnten harter Arbeit vernichten.

    Einfach widerlich.

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