Griechenland-Krise „Die Bilanz Athens ist verheerend“

Erst giftet Rösler gegen Griechenland, dann faucht Athen zurück. Die CSU hält die Kritik des FDP-Ministers für gerechtfertigt. Immerhin könnte laut Ifo-Institut eine Griechen-Pleite sehr teuer für Deutschland werden.
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Der Schriftzug "Krise" auf eine griechische Euro-Münze projiziert. Ein Staatsbankrott Griechenlands wird immer wahrscheinlicher. Quelle: dpa

Der Schriftzug "Krise" auf eine griechische Euro-Münze projiziert. Ein Staatsbankrott Griechenlands wird immer wahrscheinlicher.

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Berlin/DüsseldorfMit harscher Kritik hat der Sprecher des CSU-Wirtschaftsflügels und Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss, Hans Michelbach, auf die jüngsten Äußerungen des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras  reagiert, der Kommentare aus dem Ausland zur Zukunft Athens in der Eurozone als unverantwortlich bezeichnet hatte. Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union nannte die Kritik von Samaras an Politikerin wie Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) „völlig unpassend“ und „eine Verkennung der Tatsachen“.  „Niemand hat ein Interesse daran, Griechenland aus dem Euro-Raum zu drängen. Athen ist aber selbst dabei, sich herauszukatapultieren“, sagte Michelbach Handelsblatt Online.

Samaras hatte am Dienstag vor den Abgeordneten seiner Fraktion erklärt, die Aussagen "einiger europäischer Vertreter, dass Griechenland seine Ziele nicht schaffe, untergraben unsere Bemühungen". Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte am Wochenende gesagt, er sei mit Blick auf die Lage in Griechenland "mehr als skeptisch". Ein Austritt Athens aus der Währungsunion habe "längst seinen Schrecken verloren".

Derlei Äußerungen seien unverantwortlich und würden sich auch nicht bewahrheiten, sagte Samaras. Die griechische Regierung setze alles daran, das Land in der Währungsunion zu halten. "Wir tun alles, was wir können, um dem Land wieder auf die Beine zu helfen und sie tun alles, was sie können, damit wir scheitern", sagte Samaras.

Die griechische Rezession könnte indes noch deutlich gravierender ausfallen als bislang vermutet. Im Jahr 2012 sei mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um "mehr als sieben Prozent" zu rechnen, sagte Samaras. Die griechische Zentralbank war zuvor von rund 4,5 Prozent ausgegangen. Griechenlands Wirtschaft befindet sich das fünfte Jahr in Folge in der Rezession.


Michelbach wies auf die Bilanz Athens bei der Bekämpfung seiner nationalen Schuldenkrise hin, die er als „verheerend“ bezeichnete. Daran ändere auch nichts, wenn jetzt zum Besuch der Troika aus Vertretern von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) mit „großer Geste“ die Auflösung von zahlreichen Behörden verkündet werde. „Das ist das Werfen von Nebelkerzen, denn unterm Strich wird nur Personal umgeschichtet“, kritisierte der CSU-Politiker.

"Solidarität ist keine Einbahnstraße"
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  • Kleptokratenpanik in Athen:

    Das drohende Ende der Abzockerparty vor Augen, werden einfach keine Steuern mehr bezahlt, die Veruntreuung von Staatsmitteln nimmt weiter zu, das Wirtschaftsleben verlagert sich in die Schattenwirtschaft.

    Griechenland ist ein gescheiterter Staat.

  • Vollkommen richtig die Einschätzung, es kommt doch den griechischen Politikern nur darauf an, an das EU-Geld zu kommen - dafür tun sie alles: Beschönigen, die Schuld für Versäumnisse bei anderen suchen, Vertuschen, die Zeitkarte spielen, versprecheh und und wieder vnichts halten.

  • Die, welche entlassen wurden waren sowieso die, welche nie am Arbeitsplatz erschienen und sich ihr festes Gehalt auf Konto haben überweisen lassen. Jetzt sind die entlassen, aber die Tantiemen beziehen die weiter so wie bisher. Das sind doch alles Leute die nur aufgrund ihres Parteibuches einen Job bekommen haben.

  • "Wir tun alles, was wir können, um dem Land wieder auf die Beine zu helfen …..", sagte Samaras.

    Dazu habe ich folgendes gelesen:

    Griechischer Rüstungsetat wurde von 1,5 Mrd auf 600 Mio. € gestutzt, soll aber in diesem Jahr wieder 1 Mrd. erreichen. Kein anderes Nato-Land mit Ausnahme der USA gibt in Relation zur Wirtschaftsleistung so viel für die Rüstung aus wie Griechenland.

    Eine griechische Delegation hat sich in USA 400 Panzer angeschaut, die sie geschenkt bekommen können. Da Metall-Panzer schlecht schwimmen können kostet der Transport nach Griechenland ein Vermögen. Weil die USA-Panzer Gasturbinen haben, säuft das Kriegsgerät 1/3 mehr als Dieselpanzer. Dann brauchen die Griechen sicher noch kompatible Munition neu kaufen.

    Griechische Parteien erhalten 10 € pro Jahr und Stimme (in Deutschland liegt der vergleichbare Satz bei 0,7 bis 0,85 €).

    Griechenland wollte 150.000 Beamte davon 15.000 in diesem Jahr entlassen. Soweit ich weiß hat es stattdessen 1.000 Neueinstellungen gegeben.

    Die griechischen Parlamentsparteien haben etliche Sparpakete verabschiedet und den Bürgern damit aber auch die Kaufkraft genommen. Schätzungen zufolge wird der private Konsum 2012 um 7% weiter einbrechen, schließen jede Woche 100 griechische Geschäfte, ließ die griechische Industrie im Februar ca. 40% ihrer Kapazitäten ungenutzt.

    Die Einkünfte der Finanzämter gingen im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 % - allein in der ersten Maihälfte um über 15%- zurück. Gleichzeitig fühlen sich sowohl Privatleute wie Unternehmen immer weniger verpflichtet in einer Zeit politischen Chaos Steuern zu bezahlen. "Die Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben 2011 hat tatsächlich zugenommen" vermuten EU-Inspektoren.

    Jetzt gibt man sich erstaunt was G. alles bisher nicht gemacht hat und von den damaligen falschen Angaben hat man schließlich auch nichts gewusst.

  • .... und
    - Berlin
    - Bremen
    - Mecklenburg-Vorpommern
    - Schleswig-Holstein
    - etc.

  • Einverstanden. Sehe ich genauso.

    Die Iren haben wenigstens eine noch halbwegs funktionierende Wirtschaft (IT etc.) und sind nicht andauernd am jammern und protestieren. Der Rest raus!

  • Wir sollten in den sauren Apfel beißen und die 82 Milliarden abschreiben. Ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser, als ein Schrecken ohne Ende in Form eines griechischen schwarzen Lochs, das über mehrere Generationen unsere Steuergelder aufsaugt, von dem wir nie etwas wiedersehen werden. Zudem stellt sich offensichtlich überall der Eindruck ein, dass die Griechen gar nicht wollen, dass sie einfach dreist und frech ihren korrupten und verkommenen Laden aussitzen wollen, und das alles auf unsere Kosten.
    Es ist schon unverschämt bis zum Abwinken, wenn jetzt auf einmal viele Behörden geschlossen werden sollen, deren Mitarbeiter einfach durch FRÜHverrentung und Versetzung genauso viele Kosten verursachen, wie vorher. Dieser Samaras beleidigt unsere Intelligenz!

  • Wir wollen, daß die anderen auch gehen:

    -Spanien
    -Frankreich
    -Portugal
    -Italien

    -und Kleingerümpel wie Zypern.

    Irland kann weiter mitmachen.

  • Samaras ist ein Komiker, Applaus.

  • OK, ein Tausender pro Nase dafür, dass der ewige Schmarotzer endlich geht. Gekauft!

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