Griechenland-Krise
Euro-Staaten müssen den Zahlungsausfall meiden

Alle Euro-Staaten müssen helfen, einen Zahlungsausfall Griechenlands zu vermeiden, sagte der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Bei Italien und der US-Schuldenkrise gibt sich Trichet optimistisch.
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FrankfurtDie Regierungen der Euro-Staaten müssen nach Auffassung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet einen Zahlungsausfall Griechenlands verhindern. Die Regierungen müssten einen Weg finden, um dies zu unterbinden, sagte Trichet in einem Interview mit der estnischen Zeitung „Postimees“, der slowakischen „Hospordarsky Novine“ und der slowenischen „Delo“.

Ein „Kreditereignis, ein begrenzter Zahlungsausfall oder ein Zahlungsausfall“ sollten vermieden werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermutige die Regierungen, so schnell wie möglich angemessene Lösungen zu finden. Zugleich betonte Trichet, dass die Regierungen in erster Linie für ihre eigenen Finanzen verantwortlich seien.

Der EZB-Präsident gab sich zuversichtlich, dass Italien ohne Hilfe von außen seine Probleme lösen kann. Die USA ermahnte er in dem am 13. Juli geführten Interview, schnell einen Kompromiss im Schuldenstreit zu finden. Ansonsten könne ein Problem mit großer Reichweite in der gesamten Welt entstehen. Zugleich gab sich Trichet zuversichtlich, dass die USA bald eine Lösung finden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was mich mehr interessieren würde

    In welchem Umfang existieren Wetten (CDS) auf einen Staatsbankrott Griechenlands?
    Wer zahlt? Welche Banken wären davon betroffen?
    Sind diese Wetten gedeckt, falls der Bankrott Griechenlands erklärt wird?
    Und...
    ...wer betreibt diese Wettbüros und wieviel wird daran verdient?

  • Vielleicht sollten Deutschland nicht so großzügig mit Geschenken an Israel sein. Das aktuelle Geschenk, ein stark verbilligtes U-Boot der Dolfin-Klasse, hätte man sich ja sparen können.

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