Griechenland-Krise: Merkel mit Blick auf Athen optimistisch

Griechenland-Krise
Merkel mit Blick auf Athen optimistisch

Angela Merkel hat indirekt Berichte über die Entwicklung von Strategien für einen „Grexit“ dementiert. Die Bundeskanzlerin zeigt sich mit Blick auf Athen optimistisch – betont aber, dass ein zweiseitiges Prinzip gilt.
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LondonDeutschland hat sich nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel stets dafür eingesetzt, dass Griechenland Mitglied in der Euro-Zone bleibt. Nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron zeigte sie sich am Mittwoch in London zugleich zuversichtlich, dass dies weiter gelingen werde.

„Wir haben eine riesige Strecke des Weges zurückgelegt, und ich habe überhaupt keinen Zweifel, dass wir auch den Rest dieser Strecke gemeinsam zurücklegen werden“, sagte die Kanzlerin. Es sei wichtig, den Bürgern und den Finanzmärkten zu sagen, dass sie persönlich, aber auch die Bundesregierung dieses Ziel hätten.

Griechenland habe bereits einen erheblichen Teil der Reformen mit großen Einschnitten für die Bevölkerung umgesetzt. Wichtig sei, dass weiter ein zweiseitiges Prinzip gelten müsse: Griechenland vereinbare mit den internationalen Geldgebern Reformen und setze diese um. Die Partner seien im Gegenzug solidarisch. Dieses Konzept sei sehr erfolgreich gewesen.

Merkel widersprach damit indirekt Medienberichten, wonach die Bundesregierung nach den Parlamentswahlen in Griechenland am 25. Januar auch einen Austritt des Landes in Kauf nehmen würde. Der in Umfragen führende Chef des Linksbündnisses Syriza, Alexis Tsipras, hat ein Ende der Sparpolitik angekündigt, falls er die Abstimmung gewinnt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland-Krise: Merkel mit Blick auf Athen optimistisch"

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  • Sorry, aber Frau Merkel und ihre Mitläufer leiden an Realitätsverlust, mit steigendem Ausmass. Die Gefahren für die Bürger wachsen täglich, wie wir heute wieder drastisch erleben mussten. Und die herrschende Politik trägt leider eine massive Mitschuld.

    Finanzielle Sicherheit: vorbei
    Innere Sicherheit: adé

    Was wird als nächstes auf der Strecke bleiben?

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