Griechenland
Nächste Hilfszahlung in Sicht

Die Troika hat Kreisen zufolge die erste Prüfung der Reformbemühungen Griechenlands abgeschlossen. Griechenland kann somit bald mit der nächsten Hilfszahlung rechnen. Allerdings müssen noch einige Hürden genommen werden.
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DublinGriechenland kann Kreisen zufolge bald mit der nächsten Hilfstranche der internationalen Geldgeber von zehn Milliarden Euro rechnen. Die Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) habe die erste Prüfung der Reformbemühungen des Landes seit der letzten Zahlung im Dezember beendet, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Samstag. Die Euro-Finanzminister und der IWF würden über die Ergebnisse im Mai beraten. Erst danach kann das Geld auch fließen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte beim informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankchefs in Dublin, es gebe noch keine neue Entscheidung zu Griechenland. Es seien noch nicht alle Voraussetzungen für die Tranche erfüllt. Der Chef des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, hatte am Freitag gesagt, dass Griechenland 2,8 Milliarden Euro erhalte, sollten die geforderten Eckpunkte erreicht sein. Darüber hinaus stehen 7,2 Milliarden Euro aus Anleihen zur Verfügung, um die Banken zu rekapitalisieren.

Nach einer monatelangen Zitterpartie hatte Griechenland im Dezember wieder einmal eine Staatspleite abgewendet. Im Gegenzug für die Milliardenhilfen sagte das Land weitreichende Reformen zu. Insgesamt hat Griechenland seit dem ersten Rettungsprogramm 2010 bislang 200 Milliarden Euro an Hilfen erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Nächste Hilfszahlung in Sicht"

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  • @G.N.: Wenn Sie die Beiträge anderer Leser verfolgt hätten, wäre Ihnen sicherlich aufgefallen, dass auch der "Normal-Grieche" von dem herrschenden System der letzten 30 Jahre gut gelebt hat. Erst durch die Euroeinführung wurde für Jedermann sichtbar, dass unter anderem Griechenland aufgrund seiner kaum vorhandenen Wirtschaftsleitung, nicht überlebensfähig im Kreis der stärksten Wirtschaftsnationen ist. Da so gut wie keine Steuern vom Staat erhoben und vom Bürger bezahlt wurden, gab und gibt es in Griechenland auch keinen Sozialstaat wie in Deutschland. Aus diesem Grund ist es auch kaum Aufgabe anderer europäischer Länder dies für Griechenland zu tun. Da die Deutschen in Griechenland noch nie gern gesehen waren, werden auch weitere Milliardenzahlungen nichts daran ändern. Warum sollten deshalb die Griechen ihre alten Politiker aus dem Land jagen, wenn man doch hoffen kann, dass bald wieder eine neue Regierung an die Macht kommt und die guten, alten Zeiten wieder aufleben lässt.

  • Was mich wirklich wundert ist die Tatsache, dass trotz des unerhörten Leids, das die griechische Durchschnittsfamilie tragen muss, sich niemand erhebt und die Politgangster am nächsten Baum aufhängt? Was haben die Menschen noch zu verlieren? Was hält Euch ab?
    Wieso jagt Ihr die Verbrecher, die Euch das antun eigentlich nicht buchstäblich zum Teufel?

  • Plan B: Wie Angela Merkel den Ausstieg aus dem Euro plant

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/13/plan-b-wie-angela-merkel-den-ausstieg-aus-dem-euro-plant/comment-page-1/#comment-138786

    Ob und in welchem Ausmaß die Gründung der AfD von der CDU mitbetrieben wurde, ist schwer zu sagen. Tatsache ist, dass es enge Verflechtungen mit CDU-nahen Lobby-Gruppen gibt. Dazu gehört unter anderem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, der viele Repräsentanten der AfD zugerechnet werden können. Auch Vertreter der CDU-Mittelstands-Vereinigung sympathisieren mit der AfD. Denn anders als die internationalen Konzerne ist der deutsche Mittelstand traditionell euro-skeptisch.

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