Griechenland
Nervenkrieg um Schuldenschnitt geht ins Finale

Die Griechen blicken nach Brüssel: Dort kommen heute die Wirtschaftsminister zusammen, um über Details für einen Schuldenschnitt zu verhandeln. Heikel dabei ist der Zinssatz.
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AthenZum ersten Mal seit der Winterpause kommen heute die Euro-Wirtschaftsminister zusammen. Auf der Agenda in Brüssel: die Rettung Griechenlands. Vor allem geht es - nach wie vor - um die Konditionen über Athens Schuldenschnitt von 50 Prozent. Außerdem muss ein neues Rettungsprogramm für die Hellenen aufgestellt werden. Dabei sind die Bedingungen, die Griechenland für die zugesagten 130 Milliarden Euro leisten muss, noch immer nicht klar. Außerdem auf der Tagesordnung: Der Vertrag für den dauerhaften Rettungsschirm ESM, der im Sommer den befristeten Schirm EFSF ablösen soll.

Die Gespräche über einen Schuldenschnitt für Griechenland haben sich über das Wochenende zum Verhandlungsmarathon entwickelt. Mehr als vier Stunden saßen allein am Freitagabend die Delegationen unter Führung des griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und des Chefunterhändlers des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, im Athener Amtssitz des Premiers und rangen um eine Lösung. Ein Kompromiss sei in greifbarer Nähe gewesen, berichten Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Aber auch am Montag morgen gab es noch kein Ergebnis.

Bislang scheiterte die Einigung an der Frage des Zinskupons der neuen Anleihen, die Griechenland den Privatanlegern im Tausch für die alten Papiere anbieten will. Zwar hätten sich die Delegationen auf einen variablen Zins von vier bis 4,5 Prozent verständigt, hieß es in informierten Kreisen. Dagegen hätten jedoch Vertreter der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) Einspruch erhoben und einen Zins von weniger als vier Prozent gefordert. Nur dann sei Griechenlands Schuldentragfähigkeit gesichert, argumentierten sie.

IIF-Chef Dallara flog am Samstagmorgen aus Athen nach Paris - "aus lange geplanten, privaten Gründen", wie ein Sprecher des Bankenverbandes betonte. Das technische Expertenteam des IIF bleibe in Athen, die Verhandlungen machten Fortschritte und würden telefonisch fortgesetzt, teilte der Sprecher mit. In griechischen Regierungskreisen hieß es, man hoffe, bis zum Treffen der Euro-Finanzminister am heutigen Montagabend doch noch eine Rahmenvereinbarung erzielen zu können.

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Nervenkrieg um Schuldenschnitt geht ins Finale

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Der Zins ist der Knackpunkt der Schuldenschnitt-Gespräche

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  • Hirr wird von Prozente, von Schuldenschnitt, von Rettung gesprochen aber keiner sagt, was eigentlich das wichtigste wäre: wieviel Griechenland Jahr für Jahr zahlen muss wenn es gerettet wird.
    Diese Zahl und nur diese ist wichtig.
    Dann wissen wir ob die Krise überwunden ist oder nicht. Wie hoch der Schuldenschnitt oder ob eine Einigung gelungen ist, spielt keine Rolle.
    Eine Einigung mit den Gläubiger, wenn erpresst, ist absolut bedeutungslos wenn sie nicht erfüllbar ist.
    Dieses endloses Kasperle Theater zeigt nur wie inkompetent die Finanzwelt und vor allem die Politik ist.

  • @delinix1
    Ziel ist es, die absolut unvermeidbare Totalpleite möglichst lange hinauszuzögern. Dh seit Mai 2010 zuerst 0%, dann 30%, dann 50%, dann 70% "Haarschnitt" für private Anleihenbesitzer. 2012 wird es 100% Haarschnitt sein.

  • Und ich hab in einem Forum gelesen, dass Dieter Bohlen neuer BP wird.....

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