Griechenland
Samaras will Hilfsprogramm nachverhandeln

Der Chef der griechischen Konservativen, Antonis Samaras, sieht Chancen für Nachverhandlungen über das Hilfsprogramm. Hintergrund sind die Hilfen für Spaniens Banken mit deutlich weniger strengen Auflagen.
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AthenKurz vor der Parlamentswahl sehen die griechischen Konservativen angesichts der Einigung auf die Unterstützung spanischer Banken eine „Chance" zu Nachverhandlungen über das eigene Hilfsprogramm. „Ich denke, dass wir von einem sich wandelnden Europa profitieren können", sagte der Chef der Partei Nea Dimokratia, Antonis Samaras, am Mittwoch in Athen.

„Griechenland hat nun die Möglichkeit, mit anderen Augen auf sein eigenes Paket und dessen Neuverhandlung zu blicken, um mehr zu erreichen", fügte er hinzu.

Die Eurozone hatte Spanien am Samstag Finanzhilfen im Umfang von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Die Regierung in Madrid will allerdings nur Hilfen für den Bankensektor des Landes beantragen und soll dafür deutlich weniger strenge Auflagen als Griechenland bekommen.

Die Griechen sind am Sonntag erneut zur Stimmabgabe aufgerufen, weil nach der Wahl Anfang Mai eine Regierungsbildung scheiterte. Nun wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Nea Dimokratia und der linksradikalen Partei Syriza erwartet, die das Sparprogramm des Landes ablehnt.

Samaras rief angesichts der Lage vor der Wahl bereits zu „einer Regierung der nationalen Einheit" auf. „Wir werden alles tun, damit eine Regierung zustande kommt", sagte er am Mittwoch. Zudem gab sich der Parteichef überzeugt, dass das hochverschuldete Griechenland in der Eurozone bleiben könne.

„Wir bleiben im Euro und spielen nicht mit Europa", sagte er und zeigte sich „optimistisch", dass Athen „das Vertrauen" der Finanzmärkte zurückgewinnen könne.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Eine Währungsunion funktioniert nur in einem homogenen Wirtschaftraum mit ähnlicher Mentalität.

    Deshalb müssen die Nordländer (Deutschland, Niederlande, Österreich, Finnland) aussteigen und entweder zu nationalen Währungen zurückkehren oder einen Nordeuro gründen. Alles andere ist ein Verbrechen gegen die eigenen Bürger.

    Dann wären auch Länder wie Dänemark, Schweiz oder Schweden bereit in den Nordeuro einzutreten. In der derzeitigen Fehlkonstruktion ohne Regeln und mit Haftung für fremde Schulden werden diese Länder NIE UND NIMMER eintreten. Der Euro spaltet Europa anstatt es zu vereinen.

    Aber für vernünftige Entscheidungen sind die Euromantiker nicht zu gewinnen. Die werden am Euro ohne Regeln festhalten, bis die Fehlkonstruktion mit einem großen Knall untergeht. Dann hat sich das Thema "gemeinsame Währungen und europäische Integration" für die nächsten 50 Jahre erstmal erledigt und die Euromantiker werden vor Gericht gestellt (besonders schwerer Fall von Veruntreuung von Steuergeld).

  • 1) Klar will er nachverhandeln, wenn man nicht gleiche Maßstäbe an alle anlegt.

    2) Klar muß er die Auflagen nicht einhalten, dann sollte wir unsere Zusagen auch nicht einhalten.

    Es ist nicht einzusehen, warum wir zahlen und die Schwarze-Peter-Karte gleichzeitig haben dürfen.

    Wieso regt sich in Deutschland ob der Zahlmeisterstellung kein Widerstand wie in Griechenland gegen das Sparen???

  • Wenn man bedenkt, dass
    1. In den USA sind in den letzten Jahren die
    Einkommen um 20 % gefallen sind,
    2. in Deutschland die Lohnstückkosten seit 2000 kaum gestiegen sind,
    3. in Griechenland die Lohnstückkosten um ca 30 % gestiegen sind,
    muß man feststellen:
    Die Griechen sind unverschämt. Das gilt besonders für die Parteien ND, Pasok, Radikale Linke etc..

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