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Griechenland: Schuldenschnitt noch tiefer als bislang gedacht

Die Finanzminister der Euro-Zone werden auf einem Sondertreffen am Montag über den Schuldenschnitt in Griechenland beraten. Die Gläubigerbeteiligung wird wohl deutlich tiefer ausfallen als ursprünglich vorgesehen.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos spricht in Athen mit Journalisten. Quelle: dpa
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos spricht in Athen mit Journalisten. Quelle: dpa

Die privaten Gläubigers Griechenland könnten auf noch mehr Geld verzichten müssen als bislang gedacht. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos sagte am Dienstagabend, dass sich der Verlust für Banken, Versicherungen und Hedgefonds auf mehr als 70 Prozent belaufen könnte. Bislang war meist von maximal 60 bis 70 Prozent die Rede.

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„Wir reden über eine größere Gläubigerbeteiligung als im Juli ursprünglich vorhergesehen“, sagte Venezilos im griechischen Parlament. Der Schuldenschnitt wird sich zwar auf 50 Prozent belaufen, aber durch den Tausch in neue, mit weniger als vier Prozent verzinste Anleihen wird der Abschreibungsbedarf deutlich darüber hinausgehen.

Zudem kündigte er ein bislang nicht geplantes Treffen der Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel angekündigt. „Am Montag den 6. Februar wird es erneut ein Treffen der Eurogruppe geben“, sagte Venizelos. Im Mittelpunkt stehe dann neben dem Schuldenschnitt auch das griechische Spar- und Stabilisierungsprogramm, hieß es. „Wir müssen unsere Arbeit machen und bis zum Ende dieser Woche die Verhandlungen mit der „Troika“ über das neue Sparprogramm abschließen“, sagte Venizelos.

Die Gläubiger Griechenlands (Stand: Januar 2012)

Die Troika besteht aus Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds. In Zusammenhang mit dem angestrebten Schuldenschnitt von 100 Millionen Euro stünden
Griechenland und die Banken „einen Schritt vor Abschluss der Verhandlung“, sagte Venizelos. Ein hochrangiger griechischer Banker hatte zuvor gesagt, dass eine endgültige Vereinbarung mit den privaten Gläubigern inoffiziell bereits gefunden worden sei. Vor Bekanntgabe der Einigung müsse sich die griechische Regierung jedoch zu Reformen verpflichten.

Zeitgleich wird der Ruf nach einer Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) an der Rettung des hochverschuldeten Griechenlands wird lauter. Banker in Athen und Brüssel sagten am Dienstag, dass die EZB dabei helfen müsse, die Schuldenlast des krisengeschüttelten Euro-Mitgliedslands weiter zu senken. Solch ein Schritt sei unbedingt erforderlich.

Basisdaten Griechenland

Quelle: Eurostat
*Schätzung

Die Euro-Länder üben Druck auf Griechenland aus und wollen die Hängepartie um das neue Rettungspaket für Griechenland in den kommenden Tagen beenden. Das Land soll für neue Kredithelfen aber auf Drängen Deutschlands schärfer an die Kandare genommen werden.

  • 01.02.2012, 16:29 UhrAnonymer Benutzer: Delinix1

    @Klaus. Sie haben absolut Recht. Die bestehenden Parteien sind allesamt nicht wählbar. Ich hoffe SEHR, dass es bis zur nächsten BT-Wahl eine neue Partei gibt, die sich FÜR ein Europa einsetzt, von dem die Bürger endlich mal alle etwas haben. Wir haben uns vor allem bei der Gründung der Währungsunion mächtig leimen lassen, haben uns von dem Geschwafel von wegen „nicht mehr warten an der Grenze“, „kein Geldumtausch mehr“ und vor allem von der Vision „Frieden in Europa“ täuschen lassen. Es ging eigentlich nur ums Geld, um einen riesigen Markt mit billigen Arbeitskräften. Wie konnten wir das bloß übersehen. Jetzt haben wir alles andere als Frieden in der EU. Es kann keine Solidarität zwischen total ungleichen Partnern geben – das war und ist alles Quatsch.
    Ich würde lieber wieder Geld umtauschen und an der Grenze warten…
    Die neue Partei soll aber über echte FACHKRÄFTE verfügen, nicht über Demagogen. Ich selbst und viele andere ließen sich bestimmt gern vor einen solchen Karren spannen, solange er nicht nach rechts abbiegt. Ich möchte, dass Kapitalismus wieder funktionieren kann. Die Sache mit der Haftungsübernahme durch die EU-Bürger darf nie wieder passieren und auch vieles Andere muss wieder rückgängig gemacht werden, dann hat das System auch eine Chance. Oder kennt Ihr ein besseres?

  • 01.02.2012, 09:21 UhrG.N.

    ULTRA RECHTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • 01.02.2012, 08:57 UhrAnonymer Benutzer: muunoy

    Nun, diese dämlichen Wörter zur Beschreibung von jeweils drei weiteren Zehner-Potenzen sind ja auch verwirrend. Wenn man dann noch ins amerikanische Englisch wechselt, wird es spätestens bei 10^9 noch komplizierter. Vorschlag: Macht es wie die Naturwissenschaftler und nutzt die Potenzschreibweise, wenn solche Geldbeträge im Artikel auftauchen. Das schafft Platz, ist weniger fehleranfällig, lässt sich einfacher in einem guten Taschenrechner zum rechnen nutzen und demonstriert zumindest Leuten, die häufig mit der Potenzschreibweise arbeiten, deutlich stärker die Dramatik der aktuellen Schuldensituation.

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