Griechenland: Streiks in Apotheken und Krankenhäusern

Griechenland
Streiks in Apotheken und Krankenhäusern

Griechenlands Regierung will im Gesundheitssystem Milliarden sparen und sorgt damit für Unmut. Der griechische Ärztebund rief zu Protesten auf. Staatliche Krankenhäuser und Apotheken bleiben mehrere Tage geschlossen.
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AthenMit Streiks der Apotheker haben am Montag Proteste gegen die drastischen Sparmaßnahmen der griechischen Regierung im Gesundheitssektor begonnen. Die meisten Apotheken sollen bis zum Dienstag geschlossen bleiben, in den staatlichen Krankenhäusern sollen bis Donnerstag nur Notfälle aufgenommen werden. Der griechische Ärztebund forderte seine Mitglieder zu einem Protestmarsch auf.

Im Gesundheitssektor sollen die Einsparungen über neue Anstellungsverträge geregelt werden. Gegenüber dem Spitzenjahr 2009 mit Ausgaben im Gesundheitsbereich von 10,6 Milliarden Euro will die Regierung in Athen eine Reduzierung auf sieben Milliarden Euro im neuen Jahr erreichen. Die Gewinnmarge beim Handel mit Pharmazeutika wurde von 18 auf 15 Prozent gesenkt. Der Apothekerverband beklagt ausstehende Zahlungen von 400 Millionen Euro.

Bei der Suche nach Ursachen der griechischen Schuldenkrise wurden in den vergangenen Monaten wiederholt auch Missstände im Gesundheitssektor angeprangert. So wurden von gewinnsüchtigen Ärzten und Apothekern gefälschte Verschreibungen, bisweilen für bereits Verstorbene, zur Erhöhung ihrer Einnahmen benutzt. Auch wurden Pensionen an längst Verstorbene ausgezahlt.

Der griechische Staat muss mit einer Schuldenlast von 350 Milliarden Euro fertig werden. Im vergangenen Jahr brach die Wirtschaftsleistung des Landes um 15 Prozent ein, die Arbeitslosenquote kletterte auf 18 Prozent.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wurden eigentlich schon die seit Jahren fälligen Rechnungen der Pharmaunternehmen inzwischen bezahlt?

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