Diskussion: Kommentare zu: Verhandlungen über Schuldenschnitt beendet

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 28.01.2012, 17:49 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    Was soll Griechenland denn tun, wenn es bereits an einem funktionierenden Staatswesen mangelt?

    Beitreten wie die ehemalige DDR? Aber bei wem? Italien etwa?

    Das wäre nicht unpassend. Das Problem wäre zwar nicht gelöst. Aber man hätte aus 2 Problemen 1 Problem gemacht. Das wären dann schon einmal 50 %.

    Ich warte nur noch auch die Verbreitung obiger Logik. Dafür sollte sich doch kein Politiker zu schade sein.

    Ernsthaft:
    Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll, wenn Griechenland als erster Staat der EU "beitreten" würde und die eigene staatliche Souveranität aufgibt. Das wäre zwar schwer, aber nicht nur ein konstruktiver Schritt in die richtige Richtung sondern auch eine Blaupause für die anderen. Die richtige Paarung für Risiko und Chance.

    • 28.01.2012, 18:09 UhrAnonymer Benutzer: wutbuerger

      Wir können es drehen und wenden (oder nennen) wie wir wollen. Egal, wir kriegen das Fell über die Ohren gezogen!

    • 28.01.2012, 23:05 UhrAnonymer Benutzer: Arme_Deutsche

      Laut Statistiken der Bundesbank haben die Deutsche ein Auslandsvermögen von 977 Milliarden Euro angesammelt!
      So schlecht geht es den "Über die Ohren Fellgezogene Deutsche" doch nicht, denke ich.
      Und es geht hier nur um das "Auslandsvermögen" der Deutschen, in Deutschland selbst nicht mitgezählt.

    • 29.01.2012, 13:24 UhrAnonymer Benutzer: CarmenF

      Genau aber 600 Milliarden der Außlandsvermögen sind Forderungen der Bundesbank an die EZB, die durch das Targetsystem (eine weitere recht unbekannte "Hilfsmaßnahme") die letzten 3 Jahre zustande gekommen sind. Fragen wir dochmal die EZB (die über kein eigenes Vermögen verfügt) wann die Bundesbank ihr Geld denn bekommt, im Moment sind das nähmlich nur unbezahlte Kredite. Übrigens sind die letzten 3 Jahre 96 % der Exporte aus Deutschland mit eigenen Targetkrediten bezahlt worden. Super für die Unternehmen denn die haben ihr Geld bekommen, nur die Bundesbank(die Bürger) haben dafür nix bekommen, außer Schuldscheine die nie beglichen werden können. Hoffentlich haben sie keine Kinder, die sich später mit dem Einklagen des Geldes beschäftigen müssen, und hoffentlich brauchen sie keine Rente, da das eigentlich "Vermögen für später" sein sollte. Na ja von Harz4 kann man ja auch überleben. Also schlafen sie weiter.

    • 29.01.2012, 13:56 UhrAnonymer Benutzer: NettoAuslandsvermogenDeutschland

      Das deutsche Auslandsvermögen Ende 2010
      2011 noch nicht publiziert aber höher als 2010

      Die finanzielle Verflechtung Deutschlands mit dem Ausland hat 2010 kräftig
      zugenommen. So stiegen die Auslandsaktiva um 25,8 % auf 6 342 Mrd €, die
      Auslandspassiva um 28,1 % auf 5 391 Mrd €. Ausschlaggebend war zum
      einen die sich erholende Weltwirtschaft, die vor allem im Unternehmenssektor
      zu verstärkten grenzüberschreitenden Engagements führte. Zum anderen gab
      es einen Sondereffekt durch die erstmalige Erfassung von Finanzderivaten.
      Im Ergebnis erhöhte sich die Netto-Auslandsposition Deutschlands um
      117 Mrd € auf 951 Mrd €. Für den Anstieg zeichneten der Leistungsbilanz-
      überschuss sowie Wechselkurs- und Goldpreiseffekte verantwortlich.

    • 29.01.2012, 08:42 UhrAnonymer Benutzer: Adam_Ries

      Mir wundert nur dass es so lange gedauert hat bis man verstanden hat dass ein Handelsüberschuss zwangsläufig ein Handelsdefizit erzeugt. Einfache Mathematik.
      Der deutsche Handelsüberschuss muss irgendwo als Handelsdefizit erscheinen.
      Wenn nicht in Griechenland dann wäre es anderswo gewesen.
      Weder Deutschland noch Griechenland sind Schuld, das System selbst ist Schuld, weil es diese Handelsüberschüsse und Handelsdefizite erlaubt.
      Die Superpolitiker stehen jetzt da und wundern sich wie es zur Krise kommen könnte. Und auf einmal heißt es: Deutschland ist eine Exportnation. Wie denn? Warum sollte ein Land mehr exportieren müssen als es importiert? Wo ist da die Logik?
      Defizite und Überschüsse sind die zwei Seiten der selben Medaille.

    • 28.01.2012, 18:23 UhrRon777

      Griechenland lehnt jegliche Eingriffe ins nationale Budgetrecht ab. Jeder weiß, dass der Staat auch nach den nächsten 140 Mrd. Euro nicht überlebensfähig ist. Warum also diese Geldspritze? Schon wartet Portugal ebenfalls auf seine neue Rettung. Und auch Irland sollte man im Auge behalten - da wird mit Sicherheit noch ein Nachschlag fällig. So kommen Hunderte von Mrd. Euro an direkten Unterstützungsleistungen zu stande, die Deutschland zu tragen hat. Daneben fallen dann noch die nebulösen Target2-Ausstände von 500 Mrd. Euro an, dann die unbegrenzten Bankverleihaktionen von ebenfalls 500 Mrd. Euro (man hört im Februar soll auf 1. Billion erhöht werden). Sind wir eigentlich noch bei Trost?

    • 28.01.2012, 21:03 UhrAnonymer Benutzer: Lemminge

      Wir schon, aber die Geldverschleuderungspolitiker nicht. Je mehr Geld Deutschland verschleudert, desto gieriger werden die PIIGS(F) und desto wütender werden sie, wenn Deutschland auf ihre Forderungen und Drohungen nicht sofort reagiert. Es ist wie in der linken Pädagogik: Hier werden lauter Terroristen erzogen, weil sich die Gebenden nicht als gleichberechtigt auftreten und auf Gegenleistungen beharren - etwa eine sofortige Besteuerung der steuerfrei unsere Gelder einsaugenden griechischen Oligarchen -, sondern sich als jedermanns Melkkuh anbieten. Wer so dämlich ist, muss sich nicht wundern, wenn er von allen Seiten geprügelt wird. Und die willfährig den Auslandsinterssen dienenden Medien beteiligen sich an der Deutschenhatz, ein durch unsere perverse Schuldkultur eingeimpfter Selbsthass.

    • 28.01.2012, 22:33 UhrMiss_Trauen

      @Ron777
      Mittlerweile sagt auch Prof. Sinn, dass Deutschland über den ESM den Staatsbankrott erleiden wird. Ich sage das schon seit über einem Jahr. Die SPD fordert eine Banklizenz für den ESM. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Wenn Deutschland nicht die Eurozone verläßt, kommt es schneller zum deutschen Staatsbankrott als viele sich denken können. Diejenigen, die diese Idee ignorieren, leiden immer noch an einer deutschen Überheblichkeit und einem deutschen Größenwahn (rot-grün!!), der meint, Deutschland mit seinen beschränkten Ressourcen könne den Euro "retten". Es ist mit dem deutschen Staatsbankrott vorbei. In womöglich 2 Jahren.

    • 29.01.2012, 10:56 UhrAnonymer Benutzer: rattenfaenger

      De ist eh Bankrott, 2 Bill. Schulden = 170 Jahre Rückzahlung!!!

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