Griechenland
Wirtschaft wird um 25 Prozent schrumpfen

Griechenlands Finanzminister Yannis Stournaras hat für die Wirtschaft des Krisenstaates eine Prognose abgegeben. Voraussichtlich 25 Prozent der Wirtschaftsleistung wird die Rezession das Land am Ende kosten.
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AthenGriechenlands Wirtschaftsleistung wird nach der Prognose von Finanzminister Yannis Stournaras am Ende der Rezession um 25 Prozent geschrumpft sein. "Zusammengerechnet beträgt der Rückgang (des Bruttoinlandsprodukts) seit 2008 knapp 20 Prozent und wird bis 2014 voraussichtlich 25 Prozent erreicht haben", sagte Stournaras am Dienstag bei einem griechisch-chinesischen Wirtschaftsforum. Von der Regierung nicht bezahlte Rechnungen und andere staatliche Verbindlichkeiten gegenüber dem privaten Sektor hätten mittlerweile ein Volumen von 6,5 Milliarden Euro erreicht, sagte Stournaras.

Die griechische Regierung verhandelt derzeit hart mit der sogenannten Troika über ein Sparpaket und Finanzhilfen.

Am Dienstagmorgen konnte Griechenland 13-wöchige Staatsanleihen im Wert von 1,3 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 4,31 Prozent (August: 4,43 Prozent) platzieren. Die Auktion von Schuldpapieren über insgesamt eine Million Euro war nach Angaben der staatlichen Behörde für Schuldenverwaltung 1,98-fach überschrieben, die weiteren 300 Millionen Euro seien ohne Auktion platziert worden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Wirtschaft wird um 25 Prozent schrumpfen"

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  • @anderer
    Sie verstehen es aber wirklich zu hetzen. Und da wir gerade dabei sind: Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass irgendjemand in diesem europäischen Raum noch ethnisch „rein“ ist!! Da ging und geht schon seit Jahrhunderten alles drunter und drüber – ganz so wie anderswo auch. Da bilden SIE auch keine Ausnahme – SIE sind mit Sicherheit ebenfalls kein „ethnisch reiner“ Makedonier.
    Was für ein Quatsch, sich im 21. Jahrhundert noch mit solchen Themen zu befassen!
    Was die Sendungen im griechischen TV anbetrifft, so haben Sie Recht. Es ist tatsächlich so, dass die nächste Rate herbei gesehnt wird. Und man versucht, alles zu tun, damit die Bedingungen aufgeweicht oder nicht eingehalten werden und das Geld TROTZDEM kommt. Das ist wahr.
    Aber ich denke, ein jeder von uns würde sich genauso verhalten, wenn er, auf seinem Esel sitzend, plötzlich und ununterbrochen mit Massen von Geld aus Brüssel überschüttet wird. An diese Art von Segen gewöhnt man sich doch rasch – vor allem dann, wenn der Segen schon da ist, wenn man geboren wird. Das Geld aus der EU fließt ja immerhin schon seit den 80er Jahren. Das bedeutet, dass eine ganze Generation sowie inzwischen auch deren Kinder sich an den Zustand gewöhnt haben. Von Produktivität weiß man hier in GR nichts. Die Leute WISSEN daher meist gar nicht, dass ihre Gehälter viel zu hoch waren bzw. sind.

  • „Griechenlands Hausaufgaben“
    Zum Punkt: „BEREITS ABGEHAKT“:

    Hier ist ganz deutlich zu erkennen, dass nur die Löhne der in der privaten Wirtschaft Beschäftigten angefasst wurden. Durch die Aufhebung der meisten (alle?) Tarifverträge sind die Arbeitslöhne extrem gesunken, so dass nun die Schere zwischen den Gehältern im öffentlichen Dienst und dem privaten Sektor noch weiter auseinander klafft als vorher. Denn die Einkommen der Beamten wurden aus Angst vor deren Lobby und aus Angst vor tätlichen Übergriffen praktisch kaum gekürzt. Hinzu kommt, dass die Einen nun um den Gehaltsvorteil der Anderen WISSEN – das war früher nicht unbedingt so. Ich rechne deshalb mit größeren Unruhen, wenn klar werden sollte, dass der Verbleib im € nicht sicher ist. Der staatliche Sektor geht z.Zt. noch davon aus, dass genügend Erpressungspotential vorhanden ist, dass also die EU das Land keinesfalls fallen lassen wird, um nicht selbst in einen Strudel gerissen zu werden. Daher auch die vielen Streiks momentan im öffentlichen Dienst.
    Der private Sektor sieht fassungslos zu. Er ist gespalten in Sympathisanten auf der einen Seite (jeder hat ja mindestens 1 Beamten in der Familie) und Wutbürger auf der anderen Seite. Die Wutbürger haben begriffen, dass der viel zu große, zu teure und zudem noch korrupte Staatsapparat mit seinen total vermessenen Forderungen die Totengräber des Staates sind.

  • Das einzige was die Griechen können ist stehlen, betrügen und schwache, wehrlose Minderheiten (wie die mazedonische) im eigenen Land (mit Hilfe der europäischen Freunde) vernichten.
    Wenn mann die Nachrichten der griechischen Fernsehsender verfolgt, dann dann hört mann nur noch eins: Wann kommt endlich die nächste Geldspritze aus Europa, damit wir uns auf Kosten des nordeuropäischen Steuerzahlers (und des ehrlichen griechischen Steuerzahlers - ja davon gibt es immer noch welche, meistens haben sie zwar die griechische Staatsangehörigkeit, sind aber dennoch keine Griechen im ethnischen Sinne) bereichen und feiern können?

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