Griechenland
Zwei Menschen vor Büro von Rechtsextremen getötet

Seit der Tötung eines linken Rap-Musikers Mitte September steht die rechtsextreme griechische Partei Goldene Morgenröte massiv unter Druck. Nun wurden vor dem Büro der Partei zwei Menschen erschossen.
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AthenVor der Parteizentrale der rechtsextremen griechischen Partei Goldene Morgenröte in Athen sind am Freitag mindestens zwei Menschen getötet worden. Die Opfer seien aus einem fahrenden Auto heraus erschossen worden, teilte die Polizei mit. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Die Partei erklärte auf ihrer Website, die Erschossenen seien 20 und 23 Jahre alt gewesen. Verantwortlich für den Angriff sei die "Griechenland-feindliche Regierung" von Ministerpräsident Antonis Samaras, hieß es später in einer Erklärung. Ein Sprecher der Regierung kündigte an, die Täter würden ohne Gnade zur Rechenschaft gezogen.

Die Goldene Morgenröte steht seit der Tötung eines linksgerichteten Rap-Musikers Mitte September massiv unter Druck. Die Staatsanwaltschaft macht einen Anhänger der Partei für die Tat verantwortlich und untersucht, inwieweit die Partei hinter diesem und weiteren Übergriffen steckt.

In Umfragen ist die Goldene Morgenröte inzwischen auf Platz drei vorgerückt. Sie profitiert von der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit ausländerfeindlichen Parolen und ihrer Ablehnung der Regierungspolitik zum Schuldenabbau gewann sie Wählerstimmen und zog im vergangenen Jahr ins Parlament ein. Ihr Emblem ist ein Hakenkreuz-ähnliches Symbol, Parteichef Nikolaos Michaloliakos hat den Holocaust bestritten. Eine Neonazi-Partei ist die Goldene Morgenröte nach eigener Darstellung jedoch nicht. Michaloliakos und zwei weitere Abgeordnete wurden vergangenen Monat festgenommen. Sie sind wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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