Griechenlands Finanzreserven
Athen will mit Erlass an Geld kommen

Milliardenkredite müssen bedient werden – und die griechische Regierung kratzt alles Geld zusammen. Öffentliche Einrichtungen sollen ihr Geld an die Zentralbank überweisen. Immerhin wurden mehr Steuern eingenommen.
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Athen/BrüsselAthen ist wieder auf der Suche nach Geld: Die griechische Regierung erwägt einen Erlass, der alle staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Betriebe des Landes zwingen soll, ihre Geldeinlagen an die griechische Zentralbank (Bank of Greece) zu überweisen. Damit sollen fällige griechische Schulden an den Internationalen Währungsfonds und andere Verpflichtungen im kommenden Monat bezahlt werden.

„Es ist eine Möglichkeit, die wir untersuchen“, sagte der stellvertretende griechische Finanzminister, Dimitris Mardas, am Donnerstag in Athen. Die Notenbank werde dafür sogenannte „Repos-Papiere“ (Rückkaufvereinbarungen) mit einer kurzen Laufzeit ausgeben.

Um eine Pleite abzuwenden, muss Athen am 12. Mai knapp 770 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Zudem muss Athen am 8. und am 15. Mai jeweils 1,4 Milliarden Euro Papiere mit einer drei bis sechsmonatigen Laufzeit refinanzieren.

Im April war es Athen mit Hilfe von Geldeinlagen von Rentenkassen gelungen, Verpflichtungen gegenüber dem IWF zu erfüllen und einen Zahlungsausfall abwenden. Die Vorstände einiger Rentenkassen und staatlich kontrollierter Unternehmen weigern sich jedoch bislang, ihre Geldeinlagen für sogenannte Rückkaufvereinbarungen an den Staat zu überweisen.

Immerhin hat Athen zuletzt mehr eingenommen: Nach Angaben des stellvertretenden Finanzministers Dimitris Mardas sind die Staatseinnahmen im März höher ausgefallen als erwartet. In die Staatskasse seien netto 4,2 Milliarden Euro geflossen, sagte der Politiker am Donnerstag. Ziel sei gewesen, 3,2 Milliarden Euro einzunehmen.

In der Summe sind Beträge der Sozialversicherungen und Regionen nicht enthalten. Damit unterscheidet sich die Zahl von den Daten, die die internationalen Kreditgeber verwenden. Im Januar und Februar deckten die Einnahmen wegen niedriger Steuereinnahmen nicht die Ausgaben.

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  • Das deutsche Image hat durch die Griechenlandkrise in der Welt schweren Schaden genommen. Stuemper wie Merkel, Gauck und Schaueble haben so ungefaehr alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Beispiel GB, die geben sehr wenig und sind ueberall gut angesehen. Deutschland gibt viel und genau das Gegenteil ist der Fall.
    Selbst wenn es gelingen sollte GR im Euroraum zu halten ist nicht sicher das andere Geberlaender unbegrenzt mitziehen. Auch in Finland, den Niederlanden und Frankreich wird die Opposition mit jedem Hilfspaket fuer Griechenland staerker.

  • Es ist löblich, wenn Griechenland die eigenen Möglichkeiten zuerst auslotet. Die Frage an die EU-Finanzminister ist aber, weshalb man Griechenland denn bisher das Geld aufgedrängt hat. Vielleicht ist dieses Geld überhaupt nicht in Griechenland angekommen und ist irgendwo versickert. Sollte man Draghi dazu nicht befragen. Er sollte über die "alten, sonderbaren Wege" des Geldes informiert sein.

    Mafia, ist wohl eine Beschönigung der Tatsachenbeschreibung.

  • Alle müssen Steuern zahlen, Ich, Du, Er
    nur die armen Griechen haben bald nichts mehr,
    und droht uns auch der Aderlass,
    für die Griechen findet sich immer was.
    Und sind wir alle blank,
    dann gehn wir zum Werkzeugschrank.
    Und dann hauen wir mit dem Hämmerchen das Sparschwein kaputt,
    das Sparschwein kaputt,
    Und am Ende geht es dann auch den Griechen wieder gut.

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