Griechenlands neue Minister: Popstar und graue Eminenz gegen das Sparprogramm

Griechenlands neue Minister
Popstar und graue Eminenz gegen das Sparprogramm

Zwei Wirtschaftsexperten sollen Griechenlands Finanzprobleme angehen. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch Giannis Varoufakis und Giannis Dragasakis haben ein gemeinsames Ziel: das Ende der Sparpolitik.
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AthenGiannis Varoufakis und Giannis Dragasakis sollen in Zukunft den Kampf für die Rettung Griechenlands in der Eurogruppe führen. Die beiden Ökonomen sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, setzen sich aber beide vehement für das sofortige Ende der Sparpolitik und einen Schuldenschnitt ein. Ihre Rollen sind klar verteilt.

Giannis Varoufakis
Giannis Varoufakis gilt in seinem Heimatland als „Popstar“ der Ökonomie. Der 53 Jahre alte gebürtige Athener ist viel in der Welt herumgekommen. Als Wirtschaftsprofessor hat er unter anderem in Sydney und Glasgow gelehrt. Zuletzt war er an der Universität von Texas in Austin angestellt.

Der kahlrasierte Varoufakis treibt viel Sport und präsentierte sich schon in der Vergangenheit im Fernsehen oft breit grinsend. Er gilt als streitsüchtig und ist dafür bekannt, seine Gesprächspartner gern zu provozieren. Eine seiner bekanntesten Aussagen: „Wenn es in Griechenland kein Wirtschaftswachstum gibt, werden die Kreditgeber keinen Cent sehen.“ Es wird erwartet, dass Varoufakis in den bevorstehenden Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern an vorderster Front agieren soll.

Im Internet betreibt Varoufakis seit Jahren ein populäres englischsprachiges Blog. Als Finanzminister werde er in Zukunft weniger bloggen, ließ er seine Leser nun wissen. Aufhören will er damit aber nicht.

Giannis Dragasakis
Der 1947 auf Kreta geborene Ökonom ist das genaue Gegenstück zu dem draufgängerischen Varoufakis. In seinen eher seltenen Interviews und Fernsehauftritten gibt sich Dragasakis überlegt und höflich. Es wird erwartet, dass sich der Vize-Regierungschef in den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern zunächst eher im Hintergrund halten wird.

Seine politische Laufbahn startete der grauhaarige Wirtschaftsexperte vor rund 50 Jahren in der Kommunistischen Partei. Jahrzehntelang wirkte er dabei vor allem als Stratege.

Dragasakis bringt als einziger im neuen griechischen Kabinett Erfahrung als Regierungsmitglied mit. 1989 war er stellvertretender Wirtschaftsminister in einer überparteilichen Übergangsregierung des konservativen Ministerpräsidenten Xenophon Zolotas. Dragasakis engagierte sich über Jahre in verschiedenen Vorgängerbewegungen der heutigen Linkspartei Syriza.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es kann nicht. Würde Griechenland seine Oliven selber verarbeiten, wären die Endprodukte teurer als die Importierten. Die Technik von Griechenland ist einfach Kostenintensiver. Es lohnt auch nicht zu investieren.

    Deshalb Zölle auf Importe und es klappt auch mit der eigenen Produktion. Man schafft Arbeitsplätze und Kaufkraft. Der zweite Schritt ist dann über die Wettbewerbsfähigkeit nachzudenken, weil ohne funktionierende Binnenwirtschaft braucht man nicht, sich darüber Gedanken zu machen.

  • Alexis Tsipras ist ein "Putinversteher"
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    Er blieb der EU-Sitzung fern, weil er sich nicht eingeladen fühlte.
    Das Gleiche sagte auch Putin zur Veranstaltung zum Sieg über Nazi-Deutschland vor 70 Jahren.

    Griechenland ist eng verbunden mit Russland.
    Hier verbringen die "Schwarzgeld-Russen" und die "Russenmafia" ihren Urlaub und bunkerten ihr Geld (wie auch auf Zypern). Das ist jetzt aber vorbei.

    Jetzt kommt aber Goldman Sachs-Draghi zu Hilfe und will alle Schrottpapiere aufkaufen. Also besteht kein Risiko mehr.
    Dann kommt noch der Schuldenschnitt von 60-100% und die Nichtzahlung der bisherigen "Kredite".

  • Griechenland ist ein Agrarland
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    Aber es muss Lebensmittel, Weizen, etc. importieren.
    Seine Oliven verkauft es an Italien weil e sie selbst nicht verarbeiten kann/will.
    Griechenland ist ein sonnenreiches Land und könnte 3x pro Jahr ernten, macht es aber nicht. Es ist eben einfacher auf Kosten Anderer zu leben.

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