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Griechenlands Schuldenkrise: Frankreich will Mitgliedsländer schärfer kontrollieren

Frankreich will angesichts der Schuldenkrise Griechenlands mehr Strenge walten lassen. Schärfere Kontrollmechanismen müssten verhindern, dass Euroländer ins Bodenlose fallen, sagte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. Derweil wächst die Sorge, dass das jetzt beantragte Rettungspaket für Athen nicht annährend ausreichen könnte.

Die Finanzminister der USA und Griechenlands, Tim Geithner (l.) und George Papakonstantinou. Quelle: dpa
Die Finanzminister der USA und Griechenlands, Tim Geithner (l.) und George Papakonstantinou. Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Frankreich forderte von der Euro-Zone mehr Strenge im Umgang mit ihren Mitgliedsländern. Zwar sei eine Unterstützung des vom Staatsbankrott bedrohten Mittelmeerlandes wichtig für die Stabilität der Währungsunion, „aber das hält uns nicht davon ab, streng zu sein“, sagte die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Sonntag der Zeitung „Journal du Dimanche“. „Wir müssen die Ergebnisse sehr sorgfältig beobachten.“

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Die Entscheidung der Euro-Zone, Griechenland in diesem Jahr mit bis zu 30 Milliarden Euro zu helfen, sei ein „Cocktail aus Nachsicht und großer Strenge“ gewesen. Lagarde rief zu schärferen Kontroll-Mechanismen auf, um zu verhindern, dass die Euroländer ins Bodenlose fallen. Bezüglich der Zahlungen für Griechenland sagte Lagarde: „Falls es zu Versäumnissen Griechenlands bei der Rückzahlung der Finanzhilfen kommt, werden wir sofort einen Fuß auf die Bremse stellen“.

Neben Spanien war Frankreich das erste Euro-Land, dass Griechenland am Freitag seine Unterstützung zusagte. Paris will bis zu 6,3 Mrd. Euro zu dem Rettungspaket der Euro-Zone und des Internationalen Währungsfonds (IWF) beisteuern.

Das vom finanziellen Zusammenbruch bedrohte Griechenland hatte am Freitag die EU und den IWF offiziell um Hilfe gebeten. Die Europäer wollen Athen, das mit mehr als 300 Mrd. Euro verschuldet ist, notfalls mit bis zu 30 Mrd. Euro an Krediten unter die Arme greifen. Deutschland würde davon bis zu 8,4 Mrd. übernehmen. 15 Mrd. werden vom IWF erwartet.

Unterdessen haben einige EU-Staaten haben bei der Frühjahrskonferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen möglicherweise höheren Hilfsbedarf Griechenlands signalisiert. Die europäische Länder fürchteten, dass das Paket von 45 Mrd. Euro nicht ausreiche, sagte Kanadas Finanzminister Jim Flaherty am Rande des Treffens in Washington. „Einige Länder denken, dass das nicht genug ist.“ Auf die Frage, wen er damit meine, antwortete er: „Einige der G20-Länder, einschließlich einiger europäischer Staaten.“

  • 25.04.2010, 14:48 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    @ Ron777[3]
    Herr Schäuble ist kein Ökonom und versteht derartige Rechnerein nicht.
    Herr Schäuble ist Jurist. Er sorgt dafür, daß die bereits getroffene Entscheidung vor dem Recht bestand hat. Die KfW ist nicht Deutschland.

  • 25.04.2010, 14:35 UhrAnonymer Benutzer: Ron777

    Griechenland hat einen Staatshaushalt mit einem Defizit von 14 Prozent = 30 Mrd (!) bei 88 Mrd. jährlichen Einnahmen. Außerdem haben sie 300 Mrd. offizielle Schulden - inoffiziell - also inklusiv der Schattenhaushalte und sonstigen Verpflichtungen - schätzt man ca. 800 Mrd.

    Unsere iWF unterstützten Hilfsmaßnahmen von 45 Mrd. Euro retten das Land gerade mal über das Jahr 2010. Das weiß auch der Kapitalmarkt. Griechenland wird auch in Zukunft weiter hohe Zinsen zahlen müssen. 10 Prozent sind es aktuell! Wenn in den nächsten Jahren alle alten Anlagen neu am Kapitalmarkt platziert worden sind, zahlt das Land für die 800 Mrd. jährlich 80 Mrd. an Zinsen plus Zinsen für die noch neu aufgelaufenen Schulden. Heißt: Allein die Zinszahlungen des Landes werden in 5 Jahren höher sein als der gesamte Staatshaushalt von Griechenland!!!!
    Nicht eingerechnet:
    - Steigende weltweite Zinsen -> noch höhere griech. Zinsen
    - Crash der griechischen Wirtschaft wegen staatlicher Einsparprogramme -> sinkende Steuereinnahmen
    - Steigende Arbeitslosigkeit -> sinkende Steuereinnahmen
    - Unruhen -> Tourismus bricht ein
    - Demografisches Problem: z.b. Griechenland als Frührentnernation
    - noch nicht offen gelegte weitere Schummeleien
    - Crash der banken, da Griechen ihr Geld ins Ausland verschieben
    - Abwanderung der industrie wegen weiter sinkender Wettbewerbsfähigkeit
    - Abwanderung der intelligenz -> Ausbluten des Landes
    - bildungsmisere

  • 25.04.2010, 14:24 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    ich hoffe, die Euro-Neurotiker und Euro-Sozialisten von der CDU bekommen bei der NRW-Wahl gehörig eine auf's Dach. insbesondere Schäuble ist mit seiner Euro-Sympathie unerträglich. Den Griechen soll gegeben werden, obwohl sie betrogen und gelogen haben, aber die Deutsche bevölkerung soll leer ausgehen und keine versprochene Steuersenkungen bekommen. Was ist das für ein laxer Finanzminister. Schande über die deutsche Politik. Am Ende wird, wie so oft in den letzten 100 Jahren, ein Totalverlust des Geldvermögens der Deutschen stehen.

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