«Grober Fehler» der Regierung
Kerry: Bush für Bin-Laden-Flucht verantwortlich

Hätte die US-Regierung mehr Sorgfalt auf die Suche nach bin Laden in Afghanistan verwandt, hätte der nicht fliehen können, sagt US-Demokrat Kerry. Er warf Bush Fahrlässigkeit vor.

HB BERLIN. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat Amtsinhaber George W. Bush vorgeworfen, Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden im Jahr 2001 fahrlässig entkommen lassen zu haben. Beim Einsatz der US-Armee in Afghanistan sei nicht entschieden genug nach bin Laden gesucht worden. Das Können der eigenen Leute sei nicht ausreichend genutzt worden.

Kerry sagte, sei ein «grober Fehler» der Regierung gewesen, bei der schwierigen Fahndung in den Höhlen von Tora-Bora fast ausschließlich auf Einheimische zu vertrauen. Sein Publikum einer Wahlveranstaltung an der Universität von Reno im US-Bundesstaat Nevada fragte er rhetorisch: «Können Sie sich vorstellen, denen zu vertrauen, wenn sie zugleich die 10. Berg-Division, die Marines und all die Kraft des am besten ausgebildeten Militärs der Welt zur Verfügung haben?» Er an Bushs Stelle hätte das US-Militär eingesetzt und Bin Laden fangen oder töten lassen, versicherte Kerry.

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