Großbritannien
Gericht schickt Terrorverdächtigen in Haft

Der erste Terrorverdächtige von den Anschlägen in Glasgow musste sich dem Haftrichter stellen. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen wurde der irakische Arzt Bilal Abdullah ins Gerichtsgebäude in London gebracht. Kurz darauf ging es jedoch schon wieder zurück. Denn der 27-Jährige bleibt in Untersuchungshaft

HB LONDON. Einer der mutmaßlichen Attentäter von Glasgow, der der aus dem Irak stammende Arzt Bilal Abdullah, bleibt in Untersuchungshaft. Das hat am Samstag ein Gericht in London entschieden. Abdullah ist der erste von acht Festgenommenen, der im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Attentaten vom vergangenen Wochenende angeklagt wurde. Dem 27 Jahre alten Mediziner wird „Verschwörung zur Herbeiführung einer Explosion“ vorgeworfen. Abdullah saß am vergangenen Samstag als Beifahrer in einem mit einer Bombe bestückten Geländewagen, der vor der Eingangshalle des Glasgower Flughafens explodiert war. Ihm droht lebenslange Haft. Abdullah muss am 27. Juli vor dem Strafgericht Old Bailey in London erscheinen.

Am Freitag vergangener Woche waren durch Zufall zwei mit Sprengsätzen bestückte Autos im Zentrum von London entdeckt und entschärft worden. Ihre Explosion hätte nach Ansicht der Ermittler Hunderte von Menschen getötet oder verletzt. Wenige Stunden später erfolgte der Anschlag in Glasgow. Dabei wurden insgesamt sechs Menschen verletzt.

Bei der Fahndung nach den Hintermännern gingen der britischen Polizei acht Verdächtige ins Netz. Die meisten von ihnen waren in medizinischen Berufen tätig.

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