Großbritannien
Hague plädiert für mehr Distanz zur EU

Der britische Außenminister William Hague hat sich für eine Lockerung der Beziehungen zur EU ausgesprochen. „Tatsächlich können wir vorankommen, indem wir draußen sind“, sagte er in einem Interview.
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LondonGroßbritanniens Außenminister William Hague hat sich für eine Lockerung der Beziehungen seines Landes zur Europäischen Union ausgesprochen. „Was heute schon für den Euro gilt, könnte in Zukunft auf mehr Bereiche zutreffen“, sagte Hague in einem Interview der britischen Tageszeitung „Times“ (Samstag). „Tatsächlich können wir vorankommen, indem wir draußen sind.“ Großbritannien ist Mitglied der 27 Staaten umfassenden EU, aber nicht der Eurozone, des gemeinsamen Währungsgebiets aus 17 EU-Staaten. Die britische Regierungskoalition aus Liberalen und den traditionell euroskeptischen, konservativen Tories, denen Hague sowie Premierminister David Cameron angehören, steht unter zunehmendem Druck von Europakritikern in den eigenen Reihen.

So hat eine Anti-EU-Petition jüngst die für eine parlamentarische Debatte über ein Referendum zum EU-Ausstieg nötige Schwelle von 100.000 Unterschriften erreicht. Und diesen Montag kommt eine neue Gruppierung von Tory-Abgeordneten zusammen, deren erklärtes Ziel die Umkehrung der europäischen Einigung ist. Hague betonte, es sei sicher kein „Karriere-Selbstmord“, dieser Gruppierung anzugehören.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Tatsächlich können wir vorankommen, indem wir draußen sind.“ , sagt
    Großbritanniens Außenminister William Hague.

    Ein deutscher Bundesminister - welcher auch immer -darf das nicht sagen .denn der Euro hat hier einen hohen Rang, der fast einer Gottheit gleicht. Wer dagegen spricht, begeht unweigerlich eine unverzeihliche "Gotteslästerung".
    Aber warum haben gerade Engländer dieses Euro Dilemma rechtzeitig gesehen und konnten es also von vornherein "umschiffen"? Sie können Europas Eigenheiten eben weitaus realistischer einschätzen.
    Mit anderen Worten, sie vertrauen - was die Währungsunion betrifft -Deutschland genau so wenig zu wie Frankreich (einschl. den anderen Nationen). Es wächst bekanntlich nur zusammen, was zusammen gehört. Nur - dann müssen wir zunächst diese Zusammengehörigkeit entwickeln und nicht nur herbeireden wollen- und das geht schon überhaupt nicht über die (wilde) Bunkerung der EZB von Staatsanleihen - so einfach ist es wiederum nicht.

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