Großbritannien
Krawallbesprechung mit Twitter und Blackberry

Soziale Netzwerke sind in London zur Koordinierung der Unruhen benutzt worden. Jetzt gab es eine Nachbesprechung der Krawalle. Teilnehmer waren Vertreter von Facebook, Blackberry, Twitter und der britischen Regierung.
  • 0

LondonNach den Unruhen in Großbritannien hat sich Innenministerin Theresa May mit Kommunikationsanbietern wie Blackberry und Twitter getroffen, um über die Verhinderung des Missbrauchs ihrer Netzwerke zur Koordinierung von Gewalttaten zu beraten. Auch das soziale Netzwerk Facebook sei bei dem Treffen am Donnerstag vertreten gewesen, teilte das Ministerium mit. Während der viertägigen Unruhen in London und anderen Städten Anfang des Monats hatten sich die Randalierer unter anderem der verschlüsselten Dienste von Blackberry bedient, um ihr Vorgehen abzustimmen.

Bei dem Treffen sollte besprochen werden, ob und wie verhindert werden könne, dass Menschen über diese Netzwerke kommunizieren, um Gewalt und Unruhen zu planen, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Gespräche sollten eine bessere Zusammenarbeit der Ordnungskräfte und der Kommunikationsfirmen ermöglichen. Zugleich betonte der Sprecher, soziale Netzwerke seien keine Ursache der Unruhen gewesen, sondern nur ein Mittel
zur Kommunikation von Kriminellen.

Die viertägigen Unruhen waren am 6. August durch den Tod des 29-jährigen Mark Duggan ausgelöst worden, der im Londoner Stadtteil Tottenham bei seiner Festnahme durch die Polizei erschossen worden war. Bei den Ausschreitungen wurden fünf weitere Menschen getötet. Darunter waren drei junge Männer in Birmingham, die ihr Viertel vor Plünderern schützen wollten. Während der Krawalle waren Forderungen laut geworden, den Blackberry Dienst vorübergehend abzuschalten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Großbritannien: Krawallbesprechung mit Twitter und Blackberry"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%