Großbritannien
London plant Maßnahmen gegen Einwanderung nach Brexit

Die britische Regierung will die Einwanderung ins Land unmittelbar nach dem Brexit eindämmen – so ein Regierungsentwurf. Auch die Zahl von EU-Migranten mit nur geringer Berufsqualifikation soll gesenkt werden.
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LondonGroßbritannien will einem Medienbericht zufolge unmittelbar nach dem Austritt aus der Europäischen Union (EU) die Einwanderung in das Vereinigte Königreich eindämmen. So solle die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aufgehoben werden, berichtete die Zeitung „Guardian“ am Dienstag unter Berufung auf ein Vorschlagspapier der Londoner Regierung. Auch seien Maßnahmen geplant, um die Zahl von EU-Migranten mit geringer Berufsqualifikation zu verringern. Die Regierung plane die schrittweise Einführung eines neuen Einwanderungssystems, das unter anderem das Niederlassungs- und Zuzugsrecht für die meisten europäischen Migranten und ihre Familien aufhebe. Die konkreten Vorschläge würden später im Jahr vorgelegt, sagte Verteidigungsminister Michael Fallon am Mittwoch im Fernsehsender Sky News. "Es muss eine Balance geben, wir wollen das Land attraktiv machen für gut ausgebildete Menschen, die hierher kommen wollen und ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten wollen – wir wollen ihnen nicht die Tür zuschlagen."

Führende Minister im Team von Premierministerin Theresa May müssen laut der Zeitung den Entwurf noch billigen. Darin heißt es weiter: Einwanderung könne nur dann als wertvoll für das Land als Ganzes betrachtet werden, wenn sie nicht nur den Migranten selbst nutze, sondern auch den schon im Land lebenden Bürgern zu einem besseren Leben verhelfe. Ein Regierungssprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Er stellte für den Herbst einen Vorschlag für ein neues Einwanderungssystem in Aussicht, mit dem „das Vereinigte Königreich die Kontrolle über seine Grenzen zurückerlangt“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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