Großbritannien: Londons Bürgermeister wehrt sich gegen Suspendierung

Großbritannien
Londons Bürgermeister wehrt sich gegen Suspendierung

„Red Ken“ erweist sich als schlechter Verlierer: Der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone hat seinen Anwalt Widerspruch gegen seine Suspendierung für vier Wochen einlegen lassen. Livingstone hatte in einem Streitgespräch die auf der Insel scheinbar unausrottbare Nazi-Keule geschwungen.

HB LONDON. Die vierwöchige Suspendierung aus dem Amt war von einem Disziplinarausschuss verhängt worden; nach dem Beschluss des „Rats zur Wahrung angemessenen Verhaltens im Kommunalwesen“ würde die Auszeit am Mittwoch beginnen.

Livingstone teilte in einer schriftlichen Erklärung mit, er wolle gerichtlich klären lassen, ob sein Verhalten tatsächlich falsch und ob die von dem Rat verhängte Sanktion angemessen sei. Bis zu einer Entscheidung des Gerichts sollte die Suspendierung ausgesetzt werden. Bereits am Freitag hatte der 60-Jährige die Entscheidung des Disziplinarausschusses als Verletzung der Meinungsfreiheit kritisiert.

Livingstone hatte den Reporter Oliver Finegold in einem Streitgespräch zunächst gefragt, ob er ein „deutscher Kriegsverbrecher“ sei. Als der Reporter des „Evening Standard“ entgegnete, er sei Jude, warf der Bürgermeister ihm vor, sich wie ein KZ-Aufseher aufzuführen. „Sie machen das nur, weil Sie dafür bezahlt werden“, sagte er zu dem Journalisten und nannte dessen Arbeitgeber „reaktionäre Eiferer“.

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