Großbritannien
Schotten-Wahl als Urteil über Blairs Regierungszeit

In England, Schottland und Wales haben die Bürger ihre Stimmen in Regional- und Kommunalwahlen abgegeben, die als öffentliches Urteil über die zehnjährige Regierungszeit von Premierminister Tony Blair gelten. In Schottland dürfte Umfragen zufolge die Scottish National Party (SNP) Blairs Labour Party als stärkste Kraft im Parlament ablösen.

HB EDINBURGH. Die SNP hat für den Fall ihres Wahlsiegs ein Unabhängigkeitsreferendum in Aussicht gestellt. Genau 300 Jahre nach der Vereinigung Schottlands mit England und Wales wäre dies ein deutlicher Schlag für die Union. Blair forderte die Wähler vor der Abstimmung auf, nicht nur für die SNP stimmen, um ihm eine Abfuhr zu erteilen. Labour hat in den vergangenen 50 Jahren alle Wahlen in Schottland gewonnen. Am Donnerstag fanden auch Regionalwahlen in Wales und Kommunalwahlen in England statt.

Nach Informationen der britischen Nachrichtenagentur PA will Blair am kommenden Donnerstag seinen Rücktritt bekannt geben. Einen Tag später wolle er in seinem Wahlkreis Sedgefield weitere Einzelheiten über seine politische Zukunft mitteilen. Berichte, wonach Blair mit seinem Rücktritt als Premierminister auch sein Abgeordnetenmandat niederlegen wolle, wies sein Büro zurück. Blair werde sich lediglich zu seinem Rücktritt als Vorsitzender der Labour-Party äußern, erklärte Downing Street. Sein Nachfolger als Labour-Chef - wahrscheinlich Schatzmeister Gordon Brown - wird Blair dann als Regierungschef nachfolgen.

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