Großbritannien und der Nahe Osten
Cameron bremst Iran-Hoffnungen

„Hart wie immer“: Der britische Premier David Cameron sieht in dem Atomdeal mit dem Iran noch kein Bündnis mit dem Ajatollah-Staat. Das Wiener Abkommen sei wichtig für die Stabilität der Region, mehr aber auch nicht.
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LondonDer britische Premierminister David Cameron hat das Atomabkommen mit dem Iran als Beitrag zur Stabilität in Nahost bezeichnet. Ein Bündnis mit Teheran bedeute es dagegen nicht, sagte Cameron am Freitag dem Fernsehsender Al-Arabija nach Angaben seines Büros.

Durch die Unterzeichnung des Abkommens zusammen mit den USA, Deutschland, Frankreich, Russland und China werde eine iranische Atombombe verhindert. „Das ist gut für die Region, das ist gut für die regionale Stabilität, aber wir verbünden uns nicht mit dem Iran“, sagte Cameron. Zugleich betonte der Premier, Großbritannien werde gegenüber Teheran so „hart sein, wie wir immer waren“.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten am Dienstag ihre jahrelangen Verhandlungen über ein Atomabkommen mit Teheran abgeschlossen.

Die iranische Regierung verpflichtet sich darin zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, nur das Waffenembargo bleibt vorerst bestehen. Bei Verstößen sollen die Strafmaßnahmen allerdings sofort wieder verhängt werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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