Großbritiannien
Terrorverdächtige sollen Ärzte sein

Die britische Polizei sucht fieberhaft nach weiteren Beteiligten der versuchten Anschläge in Großbritannien. Fünf Verdächtige sind in Haft, zwei von ihnen sollen Ärzte sein. Auch über den Drahtzieher der Attacken gibt es neue Berichte. In Deutschland spricht die Gewerkschaft der Polizei „von schweren Anschlägen in naher Zukunft“.

HB LONDON. Nach dem gescheiterten Anschlag auf den Flughafen Glasgow und dem Fund zweier Autobomben in London arbeiten die Ermittler fieberhaft an einer Identifizierung der Verdächtigen. Mindestens drei mutmaßliche Mitglieder einer mit El Kaida vernetzten Terrorzelle stünden im Zentrum der Fahndung, berichtete die Zeitung „Guardian“. Die Sender BBC und Sky News berichteten von einem flüchtigen Verdächtigen.

Am Wochenende waren bereits vier Männer und eine Frau festgenommen worden, darunter sind nach Medienangaben zwei Ärzte. Alle Festgenommenen sollen keine Briten sein. Die Polizei wollte Berichte nicht kommentieren, wonach sie aus dem Nahen Osten kommen.

Nach Angaben der Zeitung „The Sun“ ist einer der Verdächtigen ein Arzt aus dem Iran, der in Großbritannien arbeitete. Er soll nach Angaben der Zeitung der Drahtzieher hinter den Attacken sein. Am Samstag war ein Wagen am Eingang des Flughafens Glasgow explodierte, am Vortag waren zwei Autobomben in London gerade noch rechtzeitig entschärft worden. Alle drei Taten hängen nach Angaben der Polizei eng zusammen.

Nach dem Fund eines verdächtigen Päckchens wurde am Sonntag ein Terminal des Londoner Flughafens Heathrow vorübergehend geschlossen. Die Polizei erklärte, sie habe den Fluggastbereich komplett geräumt. Nach rund einer Stunde konnte Scotland Yard aber Entwarnung geben.

Zu Beginn der Arbeitswoche mussten sich Pendler und Reisenden im ganzen Land auf massive Behinderungen einstellen. Die Polizei hatte die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen und Flughäfen verstärkt, nachdem die Regierung am Wochenende die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen hatte. Die Anfahrt zu vielen Terminals wurde verboten oder eingeschränkt.

Premierminister Gordon Brown warnte vor einer länger anhaltenden Bedrohung. Die Regierung vermutet Terroristen mit Verbindungen zur El Kaida als Urheber.

US-Präsident George W. Bush hat die „starke Reaktion“ der neuen britischen Regierung angesichts der angespannten Sicherheitslage gelobt. Zugleich kündigte er an, dass auf den Flügen zwischen den USA und Europa die Zahl der so genannten Air Marshals erhöht wird.

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