Gründungskongress in der mittelschwedischen Stadt Örebro
Neue schwedische Frauenpartei will die Ehe abschaffen

HB ÖREBRO. Die neu gegründete schwedische Frauenpartei Feministische Initiative (FI) will sowohl die Ehe als auch gesetzlich registrierte Schwulen-Partnerschaften abschaffen. Wie am Freitag zum Auftakt des Gründungskongresses in der mittelschwedischen Stadt Örebro von den Initiatorinnen mitgeteilt wurde, strebt FI stattdessen gesetzliche Regeln für völlig offene Formen des freiwilligen Zusammenlebens von zwei oder mehr Personen ungeachtet des Geschlechtes an. „Die Geschichte der Ehe handelt ja nicht von Liebe und Zusammenleben, sondern von Besitz“, erklärte die Parteimitgründerin Tiina Rosenberg in der Zeitung „Svenska Dagbladet“.

Die Partei will generell für gleichen Lohn, gegen die Gewalt von Männern gegen Frauen sowie deren Dominanz im öffentlichen Leben wirken. Im Mittelpunkt des Gründungskongresses steht die Entscheidung über eine FI-Kandidatur bei den nächsten Reichstagswahlen in Schweden in genau einem Jahr. Nach dem als sicher angesehenen Ja zu diesem Schritt gilt der Sprung über die Vierprozent-Klausel als sicher. Demoskopen bezifferten das Wählerpotenzial auf über 20 %. Um das Amt der Parteivorsitzenden bzw. -Sprecherin bewirbt sich die Ex- Chefin der Linkspartei, Gudrun Schyman (57).

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