„Grundlose Gerüchte“
Draghi dementiert Gerüchte über EZB-Abgang

Der EZB-Präsident will bleiben. Gerüchte, er wolle ein Spitzenamt in Italiens Regierung, wies Draghi zurück: Die kämen wohl von „interessierten Seiten“. Gleichzeitig verteidigte er seine Billionen-Geldspritze für die EU.
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Frankfurt/StraßburgEZB-Präsident Mario Draghi will bei der Notenbank bleiben und nicht Staatspräsident seines Heimatlandes Italien werden. „Ich bin bei der EZB und werde bei der EZB bleiben“, wies Draghi am Montagabend im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europa-Parlaments in Straßburg entsprechende Medienberichte zurück.

„Alle gegenteiligen Gerüchte, die möglicherweise von interessierter Seite kommen, sind unbegründet“. Mehrere Medien, unter anderem die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ hatten in den vergangenen Tagen berichtet, Draghi wolle die EZB verlassen und Nachfolger von Giorgio Napolitano werden, dem hochbetagten italienischen Staatoberhaupt.

Draghi trat sein Amt als Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) im November 2011 an. Seine Amtszeit dauert regulär acht Jahre, also bis Ende Oktober 2019. Draghi wird im September 67 Jahre alt, Napolitano ist 89. Erstmals 2006 zum Präsidenten gewählt, begann die laufende zweite Amtszeit des Ex-Kommunisten im vergangenen Mai. Er ist einer der ältesten Staatschefs. Viele Experten erwarten daher, dass er nicht mehr lange im Amt bleiben will und zurücktritt.

EZB-Chef Draghi waren in der Vergangenheit immer wieder politische Ambitionen in Italien nachgesagt worden. Dort war er bis zu seinem Wechsel an die EZB-Spitze nach langer Karriere in Wissenschaft, Bankenwelt und Politik Gouverneur der Notenbank Banca d'Italia.

Draghi verteidigte vor den Europaabgeordneten die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der EZB. Diese hätten sich schon positiv auf den Finanzmärkten ausgewirkt und seien nötig, um den fragilen konjunkturellen Aufschwung zu stabilisieren.
Die EZB hatte Anfang Juni ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gekappt und außerdem erstmals einen Strafzins für Banken eingeführt, die Geld lieber bei ihr parken als es an Unternehmen und Haushalte als Kredite weiterzurreichen.

„QE voll und ganz unser Mandat“

Um die Kreditvergabe anzuregen will die EZB zudem in den kommenden zwei Jahren bis zu eine Billion Euro in das Finanzsystem pumpen, 400 Milliarden bereits in diesem Jahr.

Draghi bekräftigte, die Notenbank sei entschlossen bei Bedarf abermals zu handeln, sollte die Teuerung weiter niedrig bleiben und die Gefahr einer für die Konjunktur hochriskanten Abwärtsspirale von Preisen, Nachfrage und Investitionen weiter zunehmen.

„Der EZB-Rat ist sich darin einig, bei Bedarf auch unkonventionelle Maßnahmen zu ergreifen“, bekräftigte Draghi. Er ließ ausdrücklich die Möglichkeit offen, dass dazu auch massive Wertpapierkäufe gehören könnten - im Fachjargon „quantitative easing“ oder „QE“ genannt. „QE fällt voll und ganz unter unser Mandat.“ Wegen der Nähe zur Staatsfinanzierung und möglicher Nebenwirkungen ist der Einsatz von QE vor allem in Deutschland umstritten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Einverstanden!
    Ich zeige lediglich auf, dass das Volk nicht so blöd ist und die Manipulationen sieht. Ob mit oder ohne Klarname, das ist gleich. Ich bin dabei parteilich nicht oder sonst wie gebunden.

    Rückfrage zu Ihrer Argumentation, die ich voll verstanden habe:
    Die Redaktion kannte schon immer die Klarnamen. Weshalb möchte sie jetzt auch die Klarnamen zum Kommentar veröffentlichen zumal höchstrichterlich der Kommentator ausdrücklich in Schutz genommen wurde?

    Ob Klarname oder nicht, ist mir ziemlich gleichgültig. Dennoch lässt macht mich der Wandel stutzig, wenn ich feststelle, dass Kommentare komplett ohne Hinweis und nicht wie früher mit entsprechendem Redaktionshinweis gelöscht werden?

  • Erstmal hier bleiben und für das Recht auf Synonym kämpfen ...

    Es geht darum der fortschreitenden MEINUNGS-SCHNÜFFELEI entgegen zu treten.Die "Persil-gewaschenen" Propaganda-Artikel der HB-Redaktion entsprechen der Scheuklappen-Presse von Deutschland. Die Kommentare hingegen sind die "Ausserparlamentarische Opposition" und warum sollten Kollegen und Nachbarn so genau die Meinung ihres Nachbarn oder Kollegen kennen ?? Man braucht ja nur alle Kommentare von jemandem zusammenzukopieren und hätte ein komplettes Meinungs-Buch über jemanden über die Jahre.

    Die Redakteure schreiben nur was ihnen aufgetragen wurde, die Kommentare geben ihre echte Meinung wieder. Das ist der Unterschied !

    Meine Meinung dazu. FÜR Beibehaltung der Synonyme für kritische Kommentatoren ! Die Klarnamen kennt die HB-Redaktion ja schon sowieso.

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