Grundsatzrede des demokratischen Präsidentschaftskandidaten
Kerry kritisiert Bushs Sicherheitspolitik

John Kerry, der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber, hat die Sicherheitspolitik des amtierneden US-Präsidenten, George W. Bush, heftig kritisiert. Bush habe mit einer einseitigen Politik Amerika weniger sicher gemacht, erklärte Kerry nach US-Medienberichten am Donnerstagabend währende einer Grundsatzrede in Seattle.

HB WASHINGTON. Kerry versprach in der ersten von mehreren für die kommenden Tage geplanten außenpolitischen Reden, er werde die internationalen Bündnisse wieder festigen, um Amerika damit sicherer zu machen.

Zum Irakkonflikt sagte Kerry, Bush und seine Regierung hätten zu gewaltsamen Lösungen gegriffen, bevor die diplomatischen Lösungen ganz ausgeschöpft worden seien und die internationalen Partner verprellt. „Sie haben (die Partner) drangsaliert statt sie zu überreden. Sie sind alleine marschiert statt ein ganzes Team aufzustellen. Sie hofften auf das Beste statt sich auf das Schlimmste vorzubereiten“, zitierte die „New York Times“ den demokratischen Politiker.

Damit habe der Präsident das Vermächtnis von Generationen amerikanischer Regierungen untergraben. Wenn er Präsident werde, dann werde er dies ändern, versprach Kerry. Auch im Kampf gegen den internationalen Terrorismus müsse Amerika statt mit der geballten Faust zu drohen der Welt die Hand ausstrecken. Die USA könnten seinen Weg nicht alleine gehen.

Er warf dem Präsidenten vor, nicht entschlossen genug gegen das Terrornetzwerk El Kaida und dessen Geldgeber vorgegangen zu sein. Kerry nannte in diesem Zusammenhang auch Saudi-Arabien, das nicht genügend gegen den Terrorismus unternehme. Riad müsse auch die radikalen Prediger daran hindern, den islamischen Extremismus anzuheizen. So lange dies nicht geschehe, sollten die USA ihre Geschäfte mit Saudi-Arabien überdenken. Eine der Möglichkeiten sei hier, etwas gegen die „gefährliche Abhängigkeit“ der USA von Ölimporten aus dem Nahen Osten zu unternehmen.

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