Grußbotschaft und Fotos des Präsidenten veröffentlicht
Castro glaubt nicht an baldige Genesung

Knapp zwei Wochen nach der provisorischen Machtübergabe an seinen Bruder Raúl hat die Parteizeitung „Granma“ am Montag Fotos des erkrankten kubanischen Präsidenten Fidel Castro veröffentlicht. Die Kubaner zeigten sich erleichtert nach dem Lebenszeichen des Revolutionsführers.

keh MEXIKO-STADT. Die Bilder zeigen Venezuelas Präsidenten Hugo Chávez und Raúl Castro am Krankenbett des Staatschefs, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte.

Es war der erste öffentliche Auftritt Raúl Castros, seit sein Bruder ihm am 31. Juli die Amtsgeschäfte übertragen hatte. Die lange Abwesenheit in der Öffentlichkeit hatte Spekulationen über die Machtverhältnisse in Havanna ausgelöst. Das kubanische Fernsehen zeigte am Sonntagnachmittag etwa eine Minute lang Bilder ohne Ton, auf denen Raúl Castro gut gelaunt Chávez in die Arme schließt. Venezuelas Präsident, ein enger Verbündeter Kubas, hatte am Vortag die Reise nach Kuba angekündigt, um dem erkrankten Fidel Castro am Sonntag zu dessen 80. Geburtstag zu gratulieren. Auf den Bildern tragen beide die roten Hemden der venezolanischen Chávez-Anhänger.

Bereits zuvor hatte die vom Staat kontrollierte Zeitung „Juventud Rebelde“ in ihrer Online-Ausgabe vier Fotos veröffentlicht, die angeblich nach Castros Operation entstanden sein sollen und den Patienten in einem Trainingsanzug in den kubanischen Farben Blau, Weiß und Rot zeigen. Auf zwei der veröffentlichten Bilder sieht man Fidel Castro telefonierend, auf einem stützt er mit seiner Faust das Kinn ab. Die vierte Aufnahme zeigt Castro mit einem Schwarz-Weiß-Ausdruck einer Sonderbeilage der „Granma“ vom Samstag. Allerdings fällt auf, dass es sich offenbar um eine Kopie handelt, da der Schriftzug auf der Titelseite der Parteizeitung gewöhnlich in Rot gehalten ist. Es könnte sich bei der Fotografie also auch um eine Montage handeln. Zusammen mit den Bildern publizierte „Juventud Rebelde“ eine handschriftlich gezeichnete Grußbotschaft Castros: „Ich fühle mich heute sehr glücklich“, schrieb der Patient, machte aber auch deutlich, dass seine Genesung noch geraume Zeit in Anspruch nehmen werde und Risiken berge.

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