GSG-9-Kräfte von Rebellen erschossen
Britischer Reporter will Leichen vermisster Deutscher gesehen haben

Die beiden in Irak vermissten Deutschen sind nach Aussage eines britischen Korrespondenten tot: Er sei zu ihren Leichen geführt worden und habe den Ausweis eines 25-jährigen GSG-9-Mitarbeiters gesehen.

HB BERLIN. Ein britischer Reporter ist nach eigenen Angaben von irakischen Rebellen zur Leiche eines 25-jährigen Angehörigen der deutschen GSG-9-Spezialeinsatzkräfte geführt worden, der seit Mittwoch vermisst wird. Lee Gordon berichtete im «Sunday Telegraph», er habe einen Ausweis des 25-jährigen gesehen, der von Aufständischen gemeinsam mit seinem Kollegen erschossen worden sei.

Die beiden Leichen hätten ausgestreckt neben der Straße gelegen. Gordon erhielt nach eigener Aussage von den irakischen Rebellen die Erlaubnis, über den Vorfall zu berichten. Sie hätten ihn zur Stelle am Straßenrand nahe des Tigris-Flusses geführt, an dem der Wagen der Deutschen gestoppt worden sei, indem man ihm die Reifen zerschossen habe.

Die Leiche des 25-Jährigen sei von mehreren Kugeln getroffen und sein Gesicht blutüberströmt. Der Kommandeur habe einen jungen Kämpfer angeherrscht, der seinen Fuß triumphierend auf den Toten habe stellen wollen.

In der Nähe hätten sechs Iraker Gräber für die beiden Deutschen ausgehoben. Sie seien ums Leben gekommen, als Rebellen ihren Konvoi aus sechs Geländewagen verfolgt hätten, nachdem er einen Kontrollpunkt missachtet habe.

Der Wagen der beiden Deutschen sei am Ende der Fahrzeugkolonne gefahre. Die Iraker hätten ihn mit Raketen und Gewehren beschossen, bis er mit geplatzten Reifen von der Straße abgekommen und gegen ein Haus geprallt sei. Die Deutschen hätten keine Überlebenschance gehabt, berichtete der Reporter.

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