Hacker-Angriffe
Obama gibt Anweisungen für Cyber-War

Big Data, Big Brother - und World Wide War? Zum dritten Mal in dieser Woche hat eine Zeitung US-Geheimdienst-Aktivitäten enthüllt. Demnach soll Obama eine Liste mit Zielen für Cyber-Angriffe erstellen lassen.
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WashingtonDie USA bündeln auf Anordnung von Präsident Barack Obama ihre Kräfte für künftige Cyber-Offensiven - einer Art virtueller Kriegführung im World Wide Web. Auf diese dritte Enthüllung der britischen Zeitung „Guardian“ in dieser Woche reagierte am Freitag die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA) mit einer Art Bestätigung: NSA-Sprecherin Caitlin Hayden sagte in Washington, die Direktive Obamas fordere dazu auf, sogenannte Cyber-Tools „in alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge der nationalen Sicherheit zu integrieren“.

Der „Guardian“ hatte zuvor berichtet, Obama habe die Geheimdienste angewiesen, eine Liste mit potenziellen Zielen für Cyber-Angriffe im Ausland zu erstellen. Der Bericht erschien wenige Stunden vor einem Treffen Obamas mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Die USA haben China als Urheber von Cyber-Angriffen auf US-Einrichtungen bezeichnet. Der sogenannte Cyber-Krieg ist vermutlich ein Hauptthema beim Treffen der beiden Präsidenten am Freitag.

Der „Guardian“-Bericht enthielt Details, die bisher noch nicht veröffentlicht waren. Das Weiße Haus hatte im Januar eine bis dahin geheim gehaltene Zusammenfassung der Direktive veröffentlicht. Im März hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass Cyber-Teams gebildet werden, die offensive Operationen ausführen sollen, um die Bedrohung eines elektronischen Angriffs auf die USA abzuwehren.

Die 18-seitige Direktive beinhaltet auch Auflagen und Vorsichtsmaßnahmen dahingehend, dass alle Cyber-Aktivitäten der USA innerhalb inländischer und internationaler Gesetze bleiben müssen. Jegliche Maßnahmen, die erhebliche Folgen haben könnten, benötigen zudem eine Extra-Genehmigung des Präsidenten.

Außerdem weist das Dokument die beteiligten Behörden an, die Folgen jeglicher Cyber-Aktivitäten zu durchdenken. Dazu gehörten etwa die Auswirkungen von Datensammlungen, das Risiko eines Vergeltungsschlags, die Folgen für die Stabilität und die Sicherheit des Internet, das Verhältnis zwischen den politischen Risiken und Gewinnen sowie die mögliche Schaffung unwillkommener Normen im internationalen Verhalten.

Obama verteidigte am Freitag die massive Internet- und Telefonüberwachung durch US-Geheimdienste. Die geheime Sammlung der Daten sei mehrfach vom Kongress gebilligt worden, sagte Obama am Freitag. Er versicherte den US-Bürgern, dass niemand ihre Gespräche mithöre. Es würden lediglich Nummern und die Dauer der Verbindungen erfasst. Das Programm zur Überwachung des Internets beziehe sich zudem nur auf Nutzer im Ausland, nicht auf Einwohner der USA.

Man müsse verstehen, „dass man nicht 100 Prozent Sicherheit und gleichzeitig 100 Prozent Privatsphäre und null Unannehmlichkeiten haben kann“, sagte Obama bei einer Veranstaltung im kalifornischen San José. Er habe nach seinem Amtsantritt einige Sicherheitsklauseln zum Datenschutz verstärkt. Insgesamt seien die Abhör- und Spähprogramme aber notwendig, um Terroranschläge zu verhindern, sagte Obama.

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Wie Obamas Überwachungsprogramm im US-Kongress ankommt

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  • Identität=Volk, Geborgenheit=Familie werden zerstört. Übrig bleibt der identitätslose, abhängige "Lemming".

    Deutschland macht die "EU in Brüssel" fett und mächtig. Mit dem Geld werden die Bürokraten reich gemacht und "Politik gekauft" um Europa zu unterjochen unter die Zentralmacht aus Brüssel. Damit trägt Deutschland die grösste Schuld an der Ent-demokratisierung und Zentralisierung Europas.

    Ziel ist, einen identitätslosen Universalmenschen zu schaffen (Gender-streaming). Ohne Nationalität, geschlechtslos also vollkommen neutral im Umgang untereinander, obrigkeitshörig, agressionslos verweichlicht, übertolerant das heisst Moral und Werte verschwinden, denn die könnten ja "eingefordert werden", ohne Heimatbezug und identitätsstiftende Merkmale. Alles was Menschen voneinander unterscheidet und damit "unruhestiftend" sein kann wird "weg-erzogen" von Politik und mainstream-Medien. Eben ein "EU-Lemming als Zukunfts-Menschenbild" als billige Arbeitskraft und abhängig von staatlicher Fürsorge. Das ist das EU-Gender-Menschenbild der "EU in Brüssel". Meinungsfreiheit und Individualität werden unter den Teppich gekehrt. Stück für Stück. "EU in Brüssel" ist wie eine Käseglocke über Europa, wie ein Korsett, dass man zum Schluss nur noch straffziehen muss. Und finanziert wird es mit unserem Steuergeld oder unserer Bonität als deutsche Schuldner. Zum Schämen ist das !

    Die ethische Selbstzerstörung des Westens, getragen von Alt-Parteien und Medien ist in vollem Gange und jeden Tag geht es weiter bergab.

    Es "vermodert" alles von "innen" her, Werte und Moral mit Füßen getreten, geführt von den Medien und zwangsbezahltem GEZ-TV.

  • @SagDieWahrheit
    Diese für die Massen schlechte Entwicklung der Dinge hat auch einen positiven Gesichtspunkt. Die Auflösung der Nationalstaaten und damit die Zerstörung der wichtigsten Waffe der weltweit regierenden Kaste, nämlich die Angst des Massenmenschen vor dem mächtigen Fremden außerhalb des eigenen Territoriums. „Suche den Feind im Schatten deiner Hütte“ (afrikanisches Sprichwort). Auf das ganz Banale heruntergebrochen: „Mächtige“ die sich gerade eben noch in der TV-Öffentlichkeit angegiftet haben kann man später, sich schmunzelnd zuprostend in der nächstgelegenen Kneipe sehen, oder eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. So schaut´s doch aus, nicht wahr?

  • Kurz gesagt - weltweite Überwachung aller Menschen....... nun mit Ansage
    Im geheimen läuft das eh schon ....
    Auch in Nichtregierungsorganisation BRD Deutschland GmbH

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