Hacker-Attacke auf Bundestag Russischer Geheimdienst steckt offenbar hinter Cyber-Angriff

Nach dem Neustart folgt die Aufklärung: Der Hackerangriff, wegen dem das IT-System des Bundestags im Mai tagelang abgeschaltet werden musste, kam offenbar aus Russland. Unklar ist jedoch weiter, was gestohlen wurde.
Wegen der Attacke musste das IT-System des Bundestags für fünf Tage abgeschaltet werden. Quelle: dpa
Aufwendiger Neustart

Wegen der Attacke musste das IT-System des Bundestags für fünf Tage abgeschaltet werden.

(Foto: dpa)

Berlin/HamburgDie Hacker, die im vergangenen Jahr das interne Datennetz des Deutschen Bundestags über Wochen angegriffen haben, handelten nach Überzeugung deutscher Sicherheitsbehörden im Auftrag der russischen Regierung. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter sagte dem Magazin „Der Spiegel“, die Cyberattacke werde „klar einem russischen militärischen Nachrichtendienst“ zugeschrieben.

Es habe in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe nach demselben Muster gegeben, betroffen seien auch deutsche Rüstungsunternehmen und andere Nato-Staaten gewesen, sagte der Beamte weiter. Laut dem Magazin ermittelt die Karlsruher Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit seit dem 15. Januar in dem Fall.

Der Cyberangriff auf das IT-Netz des Bundestags war im Mai bekannt geworden. Die Hacker hatten sich mit einem hochprofessionellen Programm Zugriff auf 14 Bundestagsserver verschafft, darunter auch auf den Hauptserver mit sämtlichen Zugangsdaten zum deutschen Parlament. Welche Informationen genau sie stahlen, ist laut „Spiegel“ noch immer unklar.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) machte den Bundestag auf die massive Attacke aufmerksam, das Computersystem musste für mehrere Tage abgeschaltet werden. Schon damals wurde der Verdacht geäußert, ein russischer Geheimdienst könnte hinter den Attacken stehen.

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