Hacker
El-Kaida droht US-Finanzbranche

Die US-Regierung hat die Finanzbranche des Landes vor einem möglichen Hacker-Angriff der El-Kaida gewarnt. Doch die amerikanische Finanzbranche gibt sich selbstsicher – von Angst oder Panik keine Spur. Das spiegelten auch die Märkte wider.

HB WASHINGTON. Auch das Heimatschutzministerium zeigt sich gelassen. Die Behörde teilte später am Donnerstag mit, es gebe keinerlei Grund anzunehmen, dass die Drohung der Extremistengruppe glaubwürdig sei. Eine mit der Warnung vertraute Person sagte, die El-Kaida wolle wahrscheinlich die Datenbanken für den US-Online-Aktienhandel sowie die Internetseiten von Banken in den USA angreifen und zerstören. Die Finanzwelt hielt sich nach der Warnung vor einem entsprechenden Aufruf der El-Kaida bedeckt. An den Märkten gab es im Prinzip keine Reaktion.

Das Ministerium bestätigte, dass eine Warnung an die Finanzbranche herausgegeben wurde. Darin heißt es, die Gruppe könne bereits ab Freitag zuschlagen. Die Warnung gelte für den gesamten Dezember. Ein Angriff solle als Rache der El-Kaida gegen die USA für das Festhalten von Verdächtigen in dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba gelten. Hinter der Drohung steht der Warnung zufolge eine Gruppe, die sich selbst Anhiar al-Dollar nennt. Finanzexperten sagten, es sei leichter gesagt als getan, in die Datenbanken von Finanzinstitutionen einzudringen. Sie äußerten deutliche Zweifel daran, dass die El-Kaida tatsächlich entsprechende Internet-Seiten schädigen könnte.

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