Hackerangriff auf TV5 Monde : „Wir sind wie vor den Kopf geschlagen“

Hackerangriff auf TV5 Monde
„Wir sind wie vor den Kopf geschlagen“

Auch nach 14 Stunden läuft das Programm von TV5 Monde noch nicht wieder normal. Die Cyberattacke hat den französischen Sender hart getroffen. Die Botschaft der IS-Sympathisanten ist zudem eine unverhohlene Drohung.
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ParisDer frankophone Sender TV5 Monde stochert noch völlig im Nebel, was die Urheber der Cyberattacke auf seine Programme und seine Präsenz in den sozialen Netzwerken angeht. 14 Stunden nach Beginn des Angriffs durch offenbar sehr gut geschulte Hacker, die sich selber als Anhänger der Terrorgruppe IS ausgeben, funktionieren die Programme immer noch nicht wieder normal.

„Wir haben die Sendungen wieder aufgenommen, aber die aktuellen Magazine und Nachrichtensendungen können wir noch nicht produzieren“, sagte André Crettenand, Direktor der Informationsprogramme, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) am Sitz des Senders in Paris. Am Donnerstagnachmittag konnten Internetnutzer immerhin die Webseite wieder aufrufen. Zuvor war dort nur ein Wartungshinweis zu lesen.

Spezialisten des Innenministeriums arbeiteten im Gebäude um zu verstehen, wie die Angreifer in die Server des Senders vordringen konnten, von denen aus sie Zugriff auf die Programme hatten.

„Wir haben keine Ahnung, wer das war und von wo der Angriff ausging“, sagte Crettenand. Die eigenen Spezialisten seien über den Umfang des Angriffs „wie vor den Kopf geschlagen“. Es habe vorher keine gezielten Warnungen oder Bedrohungen gegen TV5 gegeben.

Das Innenministerium soll nicht nur den Schutz der Server, sondern auch des Gebäudes in der Avenue de Wagram verstärkt haben. Vor dem Eingang ist allerdings nur ein einsamer Beamter mit Schutzweste und altertümlichem Karabiner zu sehen.

Yves Bigot, der Chef des von Frankreich, Kanada, Belgien und der Schweiz getragenen öffentlich-rechtlichen Senders, hatte am Donnerstagmorgen mitgeteilt, man werde noch Stunden oder Tage brauchen, um den normalen Betrieb wiederherzustellen. Auf der Facebook-Seite des Senders, die ebenfalls angegriffen wurde, lief lediglich eine mehrere Stunden alte Mitteilung von Bigot.

Die französische Regierung nimmt den Angriff sehr ernst. Der Innenminister Bernard Cazeneuve und die Kulturministerin Fleure Pellerin besuchten am Donnerstagmorgen den Sitz des Senders in Paris. Premierminister Manuel Valls erklärte seine Unterstützung.

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  • Eigentlich sollte man annehmen, dass hochgerüstete Geheimdienste alles dafür tun und entwickeln, damit unsere Netze sicher sind!

    Dafür sind die Politiker schnell dabei eine flächendeckende Abhörmaßnahme mit langer Speicherung durch zu boxen!

    Das ist alles eine Frage des Wissens, des Geldes und der Programmierung!

    Wie man sehen kann sind diese Leute auf der Seite der Verbrecher und lachen sich über den Westen kaputt!

    Für mich ist es nach wie vor nicht nachvollziehbar wie es sein kann, dass solche Verbrecher überall noch visuelle Plattformen erhalten!
    Es wäre ein leichtes das zu unterbinden!

    In jeder Berichterstattung muss man diese schrecklichen Bilder von diesen, aus der Zeit gefallenen Typen, ertragen und für diese Verbrecher ist es eine billige Werbung!


  • Die Frage ist, auf welche Art die "Propaganda" in Deutschland gekapert wurde?

    Wenn es eine technische Attacke war, dann kann man damit umgehen. Wenn unsere Politiker jedoch verantwortlich sind - die Attacke selbst sind, weil sie der IS den Boden erst bereitet hat, dann wird es schwieriger. Einen Wolf im Schafspelz verpackt zu enttarnen ist nicht trivial.

    Vielleicht war das Wort "alternativlos" auch das Codewort, das über 80 % der Bundestagsabgeordneten gegen das Volk zusammen schwor. So gedacht, erscheint der Aufruf von Bush, US-Präsident a.D., "Kampf dem Terror", in einem ganz anderen Licht.

  • "Die sollten lieber mal..." Die Übernahme ist doch schon geschehen!

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