Hafen von Piräus
Griechenland verkauft nun doch

Erst hat die griechische Syriza-Regierung alle Privatisierungen gestoppt. Nun soll es doch zu Verkäufen kommen, um die Finanzen des Landes zu sanieren. Um den Hafen von Piräus streiten sich drei Interessenten.
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AthenDie griechische Regierung hat offenbar dem Druck ihrer Gläubiger nachgegeben und nun doch den Verkauf des größten Hafens des Landes auf den Weg gebracht. Drei ausländische Unternehmen seien aufgefordert worden, bis September verbindliche Gebote für die Mehrheit am Hafen von Piräus einzureichen, sagte ein mit dem Vorhaben vertrauter hochrangiger Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe um 51 Prozent. Der Anteil könne innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 67 Prozent aufgestockt werden, wenn der Käufer Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro vornehme.

Nach ihrem Amtsantritt im Januar hatte die Regierung unter Führung der linken Syriza-Partei zunächst erklärt, sie werde die Spar- und Privatisierungspolitik der Vorgängerregierungen nicht fortsetzen. Im Rahmen der Gespräche mit den internationalen Gläubigern über weitere Hilfen bahnte sich jedoch ein Kurswechsel an.

Vergangenes Jahr hatte Griechenland bereits fünf Interessenten an Land gezogen. Mit der chinesischen Cosco-Gruppe, dem niederländischen Terminal-Betreiber APM und der International Container Terminal Services mit Sitz auf den Philippinen seien drei Interessenten verblieben, sagte der Regierungsvertreter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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