Haft in Iran beendet: Reporter landen in Deutschland

Haft in Iran beendet
Reporter landen in Deutschland

Nach mehr als vier Monaten Haft sind die in Iran festgenommenen deutschen Reporter frei und landeten wohl behalten in Deutschland. Sie hatten versucht, den Sohn einer zu Steinigung verurteilten Frau zu interviewen.
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BerlinDie Haft hat ein Ende: Nach mehr als vier Monaten in iranischer Haft sind zwei deutsche Zeitungsreporter zurück in der Heimat. Sie kamen am frühen Sonntagmorgen mit einem Flugzeug in Berlin an. Einzelheiten zur Ankunft gab das Auswärtige Amt zunächst nicht bekannt. Die Journalisten der Zeitung „Bild am Sonntag“ waren von Außenminister Guido Westerwelle in Teheran abgeholt worden.

Westerwelle äußerte seinen Dank an alle, die an der Lösung des Falls mitwirkten. Er dankte auch seinem iranischen Amtskollegen Ali Akba Salehi für dessen Bemühungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erleichtert. Sie sei sehr froh über die Rückkehr der beiden. „Ich hoffe, sie erholen sich bald - körperlich wie seelisch - und können die schlimmen Erlebnisse der letzten Monate überwinden“, sagte Merkel der Zeitung der beiden Reporter.

Das Blatt zitierte auch Verwandte von diesen: „Wir sind dankbar und glücklich und freuen uns, dass das lange Bangen und Hoffen doch noch ein gutes Ende gefunden hat“, erklärten der Zeitung zufolge zwei Schwestern eines der beiden Rückkehrer.  Die Reporter waren im Oktober festgenommen worden, weil sie Angehörige einer wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Frau interviewen wollten. Der Iran hatte ihnen illegale Einreise vorgeworfen, da sie kein Journalistenvisum beantragt hatten. Ursprünglich sollten sie wegen Spionage vor Gericht gestellt werden, wofür ihnen die Todesstrafe gedroht hätte. Nach iranischen Medienberichten wurden die Haftstrafen gegen die deutschen Journalisten aber in Geldbußen von je etwa 36.000 Euro umgewandelt.

Verwandte der beiden hatten einen Bericht des „Spiegel“ zufolge bei der iranischen Regierung um Gnade für die Männer gebeten. Zudem hatte Westerwelle Ende Januar Staatssekretär Wolf-Ruthart Born zu Gesprächen nach Teheran geschickt, um sich für eine Freilassung der Reporter einzusetzen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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