Hamas dementiert
Abbas sieht Lösung der Geiselkrise nahen

In der Krise um einen in den Gazastreifen entführten israelischen Soldaten steht nach den Worten von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas eine Lösung unmittelbar bevor. Die Entführung eines 19-jährigen Rekruten hatte zu einem neuen Tiefpunkt in der Beziehung zwischen Israel und den Palästinensern geführt.

HB ROM. Nach einem Gespräch mit Italiens Ministerpräsident Romano Prodi sagte Abbas am Donnerstag vor Journalisten, die diplomatischen Bemühungen und Verhandlungen in dem Fall dauerten an. Es sei aber davon auszugehen, dass die Krise um den verschleppten Soldaten bald gelöst sei. Der bewaffnete Arm der Hamas dementierte umgehend, dass eine Freilassung des Soldaten bevorstehe.

Palästinensische Extremisten hatten Ende Juni bei einem Überfall auf einen Grenzposten einen 19-jährigen Rekruten der israelischen Armee verschleppt. Seitdem griff Israel zahlreiche Ziele im Gazastreifen an, darunter palästinensische Regierungsgebäude in Gaza. Zu der Entführung bekannte sich unter anderem der militante Arm der regierenden Hamas.

Das Auswärtige Amt in Berlin lehnte eine Stellungnahme zu Abbas' Äußerungen ab. Am Montag hatte sich ein Sprecher des Ministeriums nach einer Reise von Außenminister Frank-Walter Steinmeier in die Region verhalten optimistisch über Fortschritte in der Frage der Geiselnahme gezeigt und das Engagement Ägyptens und des Palästinenserpräsidenten gewürdigt. „Wir haben eine gewisse Hoffnung, dass diese Bemühungen in absehbarer Zeit auch zu einem Ergebnis führen könnten“, sagte der Sprecher mit Blick auf die Vermittlerrolle Ägyptens und von Abbas. Steinmeier hatte am Wochenende unter anderem mit seinem ägyptischen Kollegen und mit Abbas gesprochen.

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