Hamas feuert Raketen ab
Schwere Kämpfe im Gazastreifen

Im Gazastreifen ist es am Samstag zu den schwersten Gefechten seit dem israelischen Einmarsch gekommen. Radikale Mitglieder der regierenden Moslem-Gruppe Hamas und israelische Soldaten lieferten sich im Süden des Palästinensergebiets erbitterte Kämpfe.

HB GAZA. Dabei feuerten die Hamas-Kämpfer auch Raketen auf ein israelisches Militärfahrzeug. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Israel lehnte unterdessen die von palästinensischen Extremisten gestellten Bedingungen zur Freilassung des am vergangenen Sonntag entführten israelischen Soldaten strikt ab. Nach den Worten des US-Präsidenten George W. Bush ist die Freigabe der Geisel der „Schlüssel“ für ein Ende des jüngsten Krise. Palästinensischen Angaben zufolge ist der Israeli noch am Leben und in stabiler Verfassung.



Israelische Truppen rückten am Mittwoch in den Süden des Gazastreifen ein, mit dem Ziel, eine Freilassung des Soldaten Gilad Schalit zu erwirken. Dabei wurden zahlreiche Gebäude zerstört und Mitglieder der Hamas-Regierung festgenommen. Eine angedrohte Bodenoffensive im Norden des Palästinensergebiets blieb vorerst aus. Diplomaten sahen das als bewussten Schritt Israels, um mehr Zeit für eine diplomatische Lösung des Konflikts zu lassen. Dem Vernehmen nach gerieten die unter der Führung Ägyptens angesetzten Vermittlungsgespräche am Samstag jedoch ins Stocken. Auslöser sei der Forderungskatalog, den die palästinensischen Extremisten in der Nacht veröffentlicht hatten, verlautete aus Diplomaten-Kreisen.

In dem Katalog hieß es unter anderem, Israel müsse 1000 arabische Gefangene freilassen und seine Offensive im Gazastreifen beenden. Dies seien die Bedingungen für die Freilassung des 19-jährigen Israeli, der von Kämpfern aus dem Hamas-Lager sowie zwei weiteren palästinensischen Extremisten-Gruppen verschleppt wurde. Israel lehnte die Forderungen umgehend ab. „Ministerpräsident Ehud Olmert hat wiederholt, dass es keine Geschäfte geben wird. Und dass Schalit entweder freigelassen wird oder wir handeln, um seine Freilassung zu erwirken“, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministers.

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